Bodensee-Königssee-Radweg

D

ieser Radfernweg nimmt uns mit auf eine großartige Radreise durch das hüglige bayrische Voralpenland, begleitet von traumhaften Aussichten auf das Alpenpanorama, vorbei an idyllischen Seen und märchenhaften Königsschlössern. Doch einfach ist der 420 km lange Bodensee-Königssee-Radweg nicht – der Blick auf diese reizvolle Kulisse will schon hart erarbeitet sein. Immer parallel zum Alpenrand verlaufend, besitzt der Streckenverlauf einige ordentliche Steigungen – einmal geht es sogar bis auf 1000 m hinauf!

Der Start des Radfernweges befindet sich auf der Bodenseeinsel Lindau. Das Eiland besitzt eine wunderschöne Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, wie den Mangturm, den Diebsturm, das Münster, das ‚Haus zum Cavazzen‘ mit dem Stadtmuseum und natürlich der weltberühmte Hafeneinfahrt. Über die Höhen des Allgäus geht es zunächst in Richtung Füssen, wo die berühmten Schlösser Neuschwanstein und  Hohenschwangau stehen. Schloss Hohenschwangau wurde von Kronprinz Max, dem späteren bayrischen König Maximilian II. bis 1837 im Stil der Neugotik umgebaut. Dessen Sohn König Ludwig II. errichtete in Sichtweite ab 1869 das Schloss Neuschwanstein in Form einer idealisierten Ritterburg. Er erlebte jedoch die Fertigstellung des Bauwerkes nicht. Das häufig als Märchenschloss bezeichnete Neuschwanstein  ist das berühmteste der Schlösser Ludwigs II. und eines der beliebtesten und meist besuchtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Durch den Ammergau geht es weiter nach Bad Tölz, vorbei am Tegernsee und am Schliersee, durch den Chiemgau südlich am Chiemsee vorbei. Hinter dem bayrischen Staatsbad Bad Reichenhall wartet in den Berchtesgadener Alpen noch einmal ein kräftiger Anstieg, doch man wird mit einem prächtigen Alpenpanorama belohnt.


Schließlich wird hinter Berchtesgaden der idyllisch gelegene Königssee erreicht, der sich mit seinem glasklaren Wasser wie ein Fjord in die felsige Landschaft des Alpen-Nationalparks einfügt. Der Radfernweg endet an der Seelände des Schönauer Ortsteils Königsee. Die kleinen hier ablegenden Schiffchen bringen die Touristen hinüber zur Kirche St. Bartholomä. Auf halber Strecke wird den Gästen durch den Bootsführer mit einer Trompete oder einem Flügelhorn an der sogenannten Echowand  das weltberühmte Echo demonstriert.

Die Beschilderung des Radfernweges zeigt den blauen Schriftzug ‚Bodensee-Königssee Radweg‘ sowie ein grünes Fahrrad vor einer grünen doppelten Bergspitze, die am Fuß beidseitig in eine doppelte blau-geschwungene Linie mündet. Bei der Darstellung der Logos gibt es teilweise leichte Unterschiede. Der Radweg wird durch den Verein ‚Bayerische Fernwege e.V. – Sparte Bodensee-Königssee Radweg‘ betreut.


Charakteristik:

Der Bodensee-Königssee Radweg gilt vom Schwierigkeitsgrad als mittelschwer bis schwer. Er ist über weite Strecken recht hügelig. Besondere Anstiege gibt es bei Oy-Mittelberg (hier geht es bis auf eine Höhe von 1000 m NN), bei Nesselwang, zwischen Bad Tölz und Gmund sowie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden. So kann die Tour nur für durchtrainierte Freizeitradler und E-Biker, nicht aber für Familien mit Kindern empfohlen werden. Auch für Fahrräder mit Anhängern eignet sich diese Strecke nicht.

Die Oberflächen sind teilweise asphaltiert, teilweise wassergebunden mit Schotter oder Sand oder naturbelassen. Das Verkehrsaufkommen ist gering, der  Radweg verläuft größtenteils auf Wirtschaftswegen und wenig befahrenen Straßen. Einige längere Abschnitte führen allerdings auch direkt neben Bundesstraßen entlang.


Ortschaften entlang der Route

Lindau (Bodensee) / Sigmarszell / Hergensweiler / Opfenbach / Hergatz / Gestratz / Röthenbach / Stiefenhofen / Oberstaufen (Markt) / Immenstadt im Allgäu / Rettenberg / Oy-Mittelberg / Nesselwang / Eisenberg (Allgäu) / Hopferau / Füssen / Schwangau / Halblech / Wildsteig / Saulgrub / Bad Kohlgrub / Schwaigen / Eschenlohe / Ohlstadt / Schlehdorf / Kochel am See / Benediktbeuren / Bichl / Bad Heilbrunn / Wackersberg / Bad Tölz / Gaißach / Greiling / Gmund am Tegernsee / Hausham / Schliersee / Fischbachau / Bad Feilnbach / Raubling / Neubeuern / Rohrdorf am Inn / Frasdorf / Aschau im Chiemgau / Bernau am Chiemsee / Grassau (Markt) / Staudach-Egerndach / Bergen (Chiemgau) / Siegsdorf / Traunstein / Surberg / Teisendorf (Markt) / Anger (Berchtesgadener Land) / Piding / Bad Reichenhall / Bayrisch Gmain / Bischofswiesen / Berchtesgaden / Schönau am Königssee

DOWNLOADS:
Alle Download Optionen Gesamtpaket (gpx)

 




 

Lindau (Bodensee)

D
ie ehemalige freie Reichsstadt Lindau liegt am nordöstlichen Ufer des Bodensees im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz. Die auf einer Insel im Bodensee liegende Altstadt Lindaus blieb von Kriegsschäden weitgehend verschont und konnte so ihren spätmittelalterlichen Charme bewahren. Sie bietet eine Vielzahl von historischen Sehenswürdigkeiten und ist vom Straßenverkehr weitgehend befreit. Auch das Fahrradfahren ist hier nicht erlaubt – aber auch nicht notwendig, denn man kann die Insel auch gut zu Fuß erkunden. Die Altstadt wird im Sommer von so vielen Touristen bevölkert, sodass das Radfahren ohnehin schwierig wäre.  Die Hauptstraße der Insel ist die Maximilianstraße mit vielen gut erhaltenen historischen Bürgerhäusern. Am Marktplatz stehen das katholische Münster und die evangelische  St. Stephanskirche einträchtig nebeneinander. Auf der anderen Seite steht mit dem Haus zum Cavazzen eines der hübschesten Bürgerhäuser der gesamten Bodenseeregion. Ein beliebtes Fotomotiv ist auch das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinen auffälligen Wandmalereien. Am direkt daneben stehenden Neuen Rathaus erklingt täglich um 11:45 Uhr ein hübsches Glockenspiel. Mit dem Mangturm, dem Diebsturm und dem Pulverturm sind noch drei Wehr- und Wachtürme der alten Stadtbefestigung erhalten. Das Wahrzeichen Lindaus ist der Hafen mit seiner vielbelebten Hafenpromenade. Hier legen auch die Kursschiffe an, mit denen man nach Bregenz, Rorschach und Friedrichshafen kommen kann. Die Hafenausfahrt mit dem großen Leuchtturm und der Statue des Bayrischen Löwen vor dem smaragdgrünen Bodenseewasser ist ebenfalls ein viel fotografiertes Motiv. Die Insel ist mit dem Festland über einen Eisenbahndamm, den man auch als Radler nutzen kann und eine Straßenbrücke verbunden.
Auf dem Festland besitzt die bayrische Stadt Lindau einen sieben Kilometer langen Bodenseeuferstreifen. Hier in den Ortsteilen Bad Schachten und Aeschach befinden sich direkt am See noch einige alte herrschaftliche Schlösschen und Villen, die überwiegend aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert stammen, teilweise aber noch sehr viel älter sind.

Sehenswertes:

lindau_altstadt_side_imgDie auf einer Insel im Bodensee liegende Altstadt Lindaus blieb von Kriegsschäden weitgehend verschont und konnte so ihren spätmittelalterlichen Charme bewahren. Sie bietet eine Vielzahl von historischen Sehenswürdigkeiten, die man am besten zu Fuß abklappern und entdecken kann. Die Hauptstraße der Insel ist die Maximilianstraße mit ihren vielen gut erhaltenen historischen Bürgerhäusern. Am Marktplatz stehen das katholische Münster und die evangelische  St. Stephanskirche einträchtig nebeneinander. Auf der anderen Seite steht mit dem Haus zum Cavazzen eines der hübschesten Bürgerhäuser der gesamten Bodenseeregion. Ein beliebtes Fotomotiv ist auch das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinen auffälligen Wandmalereien. Mit dem Mangturm, dem Diebsturm und dem Pulverturm sind noch mehrere Wehr- und Wachtürme der alten Stadtbefestigung erhalten. Im Süden endet die Altstadt an der vielbelebten Hafenpromenade.

lindau_altesrathaus_side_imgNicht weit entfernt vom Hafen befinden sich die beiden Rathäuser von Lindau. Das alte Rathaus wurde bereits 1422 im gotischen Stil erbaut, 1576 aber im Renaissancestil umgestaltet. Der auffällige Treppengiebel stammt noch aus dieser Zeit. Im 19. Jahrhundert entstand die Wandmalerei an der Außenfassade mit Szenen aus der Geschichte Lindaus. Der gotische Ratssaal war ein Ort, in dem Geschichte geschrieben wurde: hier tagte in den Jahren 1496 und 97 der Reichstag.

Das Erdgeschoss diente einst als offene Markthalle. Heute befindet sich hier die Reichstädtische Bibliothek. Das Franziskanerkloster in Lindau besaß seiner Zeit eine herausragende und wertvolle Bibliothek mit 15.00 Handschriften, Drucken und Dokumenten. Im Zuge der Reformation wurde jedoch das Kloster 1528 aufgelöst. So gelangte der Bestand als Reichstädtische Bibliothek zum Stadtarchiv.

Das Neue Rathaus steht gleich neben seinem Vorgängerbau. Täglich um 11:45 Uhr ertönt hier ein hübsches Glockenspiel.

lindau_mangturm_side_imgMit seinen buntglasierten Ziegeln ist der Mangturm am Hafen eines der Wahrzeichen von Lindau. Der Wehrturm, der bereits aus dem 12. Jahrhundert stammt und auf einem quadratischen Grundriss steht, erhielt seine markante spitze Dachbedeckung allerdings erst im 19. Jahrhundert. Bis dahin war der Turm auch nur über eine Zugbrücke zu erreichen. Einst befand sich neben dem Turm ein Tuchlager mit einer Mangel – so bekam das 20 m hohe Gebäude seinen Namen.

lindau_diesturm_side_imgDer Rundturm mit seinen vier markanten sechseckigen Dachtürmchen erhielt seinen Namen, weil er einst als Gefängnisturm diente. Daneben wurde er auch als Wachturm genutzt. Er wurde 1380 am westlichsten Ende der Altstadt als Teil der Stadtbefestigung erbaut.

Der runde weiß getünchte Wehrturm mit dem Zeltdach wurde 1508 am äußersten westlichen Rand der Insel Lindau erbaut. Er diente als Teil der bereits existierenden Stadtbefestigung sowohl als Wach- und Wehrturm als auch als Lagerstätte für Schwarzpulver und als Magazin. Heute wird das Turmgebäude, das direkt an das Wasser des Bodensees grenzt, als Veranstaltungsort für Tagungen und Sitzungen genutzt.

So schlicht das Münster mit dem hohen weißen Turm von außen auch wirkt, so prachtvoll ist es im Inneren ausgestattet. Das zwischen 1748 und 1752 in der Zeit des Spätbarocks entstandene Gotteshaus diente zunächst als Klosterkirche eines Kanonissenstiftes, das sich hier im frühen Mittelalter um 810 angesiedelt hatte und das zur Urzelle der Stadt Lindau wurde. Bereits 1802 wurde der Orden im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. Das Münster wird seitdem als katholische Stadtpfarrkirche genutzt.

Sehenswert ist die üppige Innengestaltung im Stil des Rokoko mit reich verzierten Säulen, kunstvollen farbigen Fresken und weißen Stuckaturen, dem Hochaltar sowie die große golden glänzende Orgel auf der Westempore, die allerdings erst aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt. An der Decke prangt ein Gemälde, das die Aufnahme Marias in den Himmel darstellt.

lindau_st.stephankirche_side_imgDie wuchtig wirkende evangelische St. Stephanskirche befindet sich am Marktplatz gegenüber der Stiftskirche und direkt neben dem Münster Unserer Lieben Frau. Das 1180 erbaute dreischiffige Gotteshaus wurde 1528 im Zuge der Reformation protestantisch. Lindau folgte zunächst dem Bekenntnis des Schweizer Reformators Huldrych Zwingli. So fällt der Innenraum der Kirche bis auf die Rokokoaltäre betont schlicht aus.

Die älteste Kirche Lindaus ist die Kirche St. Peter am Schrannenplatz. Sie stammt aus dem frühen Mittelalter (um 1000) und diente einst den einheimischen Fischern als Wehrkirche. Daher wird sie hier noch heute als Fischerkirche bezeichnet. Der wuchtige Turm zeugt noch von der einstigen schutzhaften Bestimmung. Heute finden hier keine Gottesdienste mehr statt. Die Peterskirche dient jetzt als Kriegsgedenkstätte. Besonders beachtenswert sind die alten wertvollen Rötelzeichnungen im Inneren der Kirchen sowie 18 Gemälde, die zwischen 1485 und 1490 entstanden sind.

Das Stadttheater in Lindau ist eine umgebaute Kirche mit einer sehr vielfältigen Vergangenheit. Im 13. Jahrhundert gründeten Barfüßermönche hier ein Franziskanerkloster. 1380 wurde die Klosterkirche fertig gestellt. Doch als die Reformation 1528 in Lindau Einzug hielt, wurde das Kloster geschlossen. Die alte Klosterkirche diente nun in der Folgezeit als Lagerstätte für Salz, als evangelische Kirche, als Kaserne, als Waffenmagazin und als Bibliothek. 1887 zog in das ehemalige Gotteshaus schließlich das Stadttheater ein.

lindau_hafeneinfahrt_side_imgDas Wahrzeichen Lindaus ist der Hafen. An seiner bekannten und viel fotografierten Hafeneinfahrt bewacht der Bayrische Löwe das maritime Geschehen. Die Statue des Löwen misst stattliche 6 Meter. Gegenüber steht der 33 Meter hohe Leuchtturm. Von der Aussichtsplattform hat man einen wundervollen Ausblick über das smaragdgrüne Wasser des Bodensees bis hin zu den Schweizer und Vorarlberger Alpen. Im Hafen legen die Kursschiffe an, die die bayrische Bodenseeinsel mit Bregenz, Rorschach und Friedrichshafen verbinden.

Am Marktplatz steht das ‚Palais zum Cavazzen‘, das seit 1929 das Stadtmuseum beherbergt. Das Haus gilt als eines der schönsten barocken Bürgerhäuser am Bodensee und wurde 1728 erbaut. Die Ausstellung besitzt einen stadtgeschichtlichen Teil mit Alltagsgegenständen, Möbeln, Musikinstrumente und einer historischen Waffensammlung sowie eine stattliche Kunstsammlung von Gemälden und Skulpturen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist das spätgotische Tafelgemälde ‚Lindauer Beweinung‘ von 1420. In den Sommermonaten finden wechselnde Sonderausstellungen statt.

Im reizenden Innenhof mit seinem Melusinenbrunnen befindet sich das Museumscafé ‚Il Cavazzo‘.

Direkt am Bodenseeufer von Schachen stehen einige stolze herrschaftliche Villen. Die größte und bedeutendste ist die Villa Lindenhof. Sie wurde 1842 – 1845 zusammen mit dem weitläufigen Lindenhofpark für den Großkaufmann Friedrich Gruber erbaut und angelegt. Das Gelände befindet sich heute im Besitz der Stadt. In den Salonräumen finden häufig kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte statt.

Im Ostflügel der Villa befinden sich die Friedensräume. Diese Ausstellung verfolgt ein besonderes museales Konzept, denn die gezeigten Gemälde, Skulpturen und Objekte sollen zum Nach- und Überdenken auffordern und die eigene Phantasie anregen. Der Besucher wird zum sinnlichen Erleben und zum interaktiven Mitmachen eingeladen.

Der Lindauer Stadtteil Schachten liegt direkt am Bodenseeufer. Hier befinden sich direkt am See einige herrschaftliche Villen. Das Schachen Schlössle liegt allerdings etwas landeinwärts. Der historische Bau mit seinem markanten runden Türmchen stammt noch aus dem 15. Jahrhundert und diente zunächst der Verteidigung der freien Reichsstadt Lindau. Heute beherbergt das Schlössle ein Hotel mit Restaurant.

Das Anwesen ‚Alwind‘ wurde bereits im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Herren von Höcht errichteten Mitte des 15. Jahrhunderts ein kleines Schlösschen, das aber heute nicht mehr existiert. Die heutige Villa Alwind wurde 1852/53 als Sommerresidenz für die Herren von Gruber im klassizistischen Stil erbaut. Lange Jahrzehnte blieb es jedoch unbewohnt, ehe es 1905 vom Textilindustriellen König erworben wurde. Heute wird das Gebäude als Erholungsheim für Mitarbeiter der Post, der Postbank und der Telekom genutzt.

Zwischen 1900 und 1902 entstand am Bodenseeufer die Villa Wacker. Der Geschäftsmann Alexander Wacker ließ sie aus Rotsandstein im Stil des Historismus errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Anwesen als Erholungsheim, ehe es 1986 in den Besitz von Uwe Holy, dem ehemaligen Inhaber von Hugo Boss und Enkel des Firmengründers, überging.

Auf dem Gipfel des Hoyerberges steht majestätisch das Gruber-Schlösschen. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über den Bodensee. Es wurde 1854 als Villa mit einem freistehenden Türmchen erbaut. Die Familie Gruber, die auch schon die Villa Lindenhof besaß, verkaufte das Anwesen mit dem Weinberg im Jahre 1917 an die Gemeinde Hoyren. Heute beherbergt das Schlösschen ein Restaurant.

Die Villa ‚Schloss Holdereggen‘ in Aeschach wurde 1887 – 90 durch den Unternehmer Hermann Nährer erbaut. Auch zuvor hatte an dieser Stelle bereits eine Villa gestanden. Der neue zweistöckige Herrensitz wurde aus Rotsandstein im Stil der Neorenaissance errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts ging Nährer aber bankrott und das schlossartige Villengebäude ging in den Besitz der Familie Bougier/Seisser über. In der Folgezeit diente die Villa als Lazarett im Ersten Weltkrieg, später als höhere Mädchenschule – was dem Gebäude im Volksmund den Beinamen Jungfernburg einbrachte – und schließlich als Musikschule.

Der Ursprung des heutigen Schlosses im Stadtteil Aeschach ist eine erstmals im 14. Jahrhundert erwähnte Wasserburg. Sie gehörte zunächst den Grafen von Montfort, wechselte im Laufe der Geschichte aber häufig den Besitzer. Das Anwesen, zu dem auch eine Mühle und eine Kapelle gehörte, wurde zwischen 1551 und 1569 zum Schloss ausgebaut. Das Hauptgebäude ist aus dieser Zeit noch erhalten, die Nebengebäude stammen aus der Zeit des Barock. Ein kleiner Weiher erinnert noch an den einst von Wassergräben umgebenen Adelssitz, der auch heute noch privat bewohnt wird und daher nicht öffentlich zugänglich ist.


Radrouten die durch Lindau führen:

Bodensee Radweg
Bodensee-Königssee-Radweg