Philippsthal


Philippsthal

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irekt an der Landesgrenze zu Thüringen, an der Mündung der Ulster in die Werra, liegt die hessische Marktgemeinde Philippsthal. Der Ort geht auf ein Benediktinerinnenkloster zurück, dessen dreischiffige Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert noch erhalten ist. Dort, wo die restlichen Klostergebäude standen, ließ Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal (1655 – 1721) im Jahre 1685 ein Schloss bauen, dass er nach seinem eigenen Namen benannte. Später setzte sich ‚Philippsthal‘ auch als Ortsname durch. Das Schloss beherbergt heute das Rathaus mit seinem repräsentativen Sitzungssaal und die landgräfliche Bibliothek. Im auffälligen Torbogenhaus, das nur knapp dem Abriss entging, ist das Grenzmuseum untergebracht, das ein Stück deutsch-deutsche Teilung dokumentiert. Ein Modell zeigt das bedrückende Aussehen des Grenzabschnittes mit seinen Anlagen und Metallgitterzäunen bei Philippsthal. Anhand verschiedener Exponate wird von gescheiterten und geglückten Fluchtversuchen über die innerdeutsche Grenze berichtet. Hübscher und harmonischer ist es im idyllischen Schlosspark mit seinem alten Baumbestand, seinen Teichanlagen und der Orangerie.
Auch die Hugenotten waren einst – allerdings aus religiösen Gründen – aus ihrer Heimat geflüchtet. Viele ließen sich in Hessen nieder. Das Hugenottenhaus ist ein Nachbau eines einräumigen Hauses, das die Wohnverhältnisse dieser Volkgruppe um das Jahr 1700 wiederspiegelt. 

 

Sehenswertes:
 

Schloss Philippsthal
Schlosspark mit Orangerie
Grenzmuseum
Klosterkirche
Hugenottenhaus
Tempelchen am Jakobsberg
Ulster-Mündung


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