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	<title>Radtouren &#8211; Radpilot.de</title>
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		<title>Im Clinch mit den Hundeführern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2014 13:54:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich traf ich auf meiner Radfahrrunde die Tina. Die kenne ich schon seit Jahrzehnten, seit Anfang der 90er – was für eine schrecklich lange Zeit! Tina war zu Fuß mit ihrem Jagdhund unterwegs – ein halbes Kalb mit unglaublich treuem Augenaufschlag. Doch er interessierte sich für mich nur am Rande. Nur eine kurze Überprüfung mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich traf ich auf meiner Radfahrrunde die Tina. Die kenne ich schon seit Jahrzehnten, seit Anfang der 90er – was für eine schrecklich lange Zeit! Tina war zu Fuß mit ihrem Jagdhund unterwegs – ein halbes Kalb mit unglaublich treuem Augenaufschlag. Doch er interessierte sich für mich nur am Rande. Nur eine kurze Überprüfung mit der Nase, dann waren andere Sachen viel wichtiger! Während ich mich mit der Tina unterhielt, schaute er brav in der Gegend herum. Ein kurzes und entschiedenes Gekläffe ‚Hallo hier bin ich!‘, wenn andere Radfahrer vorbei  fuhren, sonst blieb er  ruhig.  Wir kamen auf das Problem zu sprechen, welches Hundeführer und Radfahrer miteinander haben.</p>
<p>‚Die Radfahrer kommen häufig so schnell  auf einen zu, dass man gar keine Zeit mehr hat, den Hund zur Seite zu bringen‘, meinte Tina.</p>
<p>‚Na ja, ein bisschen besser Acht geben könnten die Hundebesitzer schon‘, entgegnete ich‚ die schauen häufig ja gar nicht auf den Verkehr.‘</p>
<p>‚Neulich am Kanal‘, sprudelte Tina los, ‚hätte ich mich mit einem fast inne Köppe gekriegt! Der klingelte erst 5 Meter vorher – wie soll ich meinen Hund  da noch aus der Fahrbahn bekommen? Und dann war er am Schreien und am Schimpfen, warum ich nicht aufpassen würde! Aber die Klingel hört man ja auch nicht von viel weiter – naja, ich kann ihn ja auch verstehen – ist halt blöd, wenn man abbremsen muss… Wir haben uns geeinigt, dass er beim nächsten Mal dann von Weitem ruft, wenn ich ihn nicht sehen sollte…‘</p>
<p>Und so entwickelte sich eine lebhafte Diskussion  über die verschiedenen Sichtweisen:</p>
<p>‚Radler könnten sich wirklich viel eher bemerkbar machen, wenn sich Fußgänger und Radler die Wege teilen müssen. Und Radler sind grundsätzlich zu schnell unterwegs!! Warum müssen einige Radler eigentlich während der Fahrt nach den Hunden treten! Das ist doch unmöglich! Die wollen doch gar nichts von denen. Die wollen nur spielen und verstehen nicht, dass der andere so schnell weiter will! Ich habe Radfahrer erlebt, die ihren Helm als Wurfgeschoss gegen meinen Hund genutzt haben!‘</p>
<p>‚Warum müssen die Herrchen ihre Hunde immer dort festhalten, wo direkt daneben eine riesige Pfütze die restliche Straße bedeckt, so dass man unweigerlich durch das Wasser durch muss! Und dann wird sich beschwert, wenn sie ein paar Spritzer abbekommen! Dann die Hundeführer, die auf der linken Seite laufen, während Hundchen auf der rechten Seite am Graben schnuffelt und die straffe Leine über den gesamten Weg spannt! Oder die in den eigenen Gedanken versunkenen, die mitten auf dem Weg bummeln und auch ein zwei- bis dreifaches Klingeln ignorieren. Oder die Damen, die gleich mit sechs Hunden unterwegs sind und diese natürlich nicht im Griff haben können, wenn sie frei herumlaufen…‘</p>
<p>Es gibt genügend Gründe, warum man sich übereinander ärgern kann. Doch finde ich es nicht richtig, sich gegenseitig in Sippenhaft zu nehmen: ‚Immer die Radfahrer‘, ‚Immer die Hundeführer‘. Das ist zu einfach! Beide haben Probleme mit dem jeweils Anderen.</p>
<p>Probleme? Sehen wir das vielleicht nicht ein bisschen zu eng? Zu selbstbezogen? Zu aggressiv? Und zwar von beiden Seiten?</p>
<p>Denn seien wir doch einmal ehrlich: Keiner behindert den anderen aus reiner Boshaftigkeit. Jeder versucht doch nur, seinen eigenen Weg zu gehen bzw. zu fahren. Manchmal kreuzen sich halt die Wege auf den dann zu engen Straßen. Aber anstatt sich gegenseitig anzuschnauzen, möchte ich hier an dieser Stelle an das Miteinander plädieren. Manchmal muss man eben bremsen, manchmal muss man halt ausweichen, manchmal muss man seinen Hund beiseite nehmen. Jeder hat das Recht, sich auf der Straße fortzubewegen.  Da muss man eben aufeinander Rücksicht nehmen – hilft ja nichts! Außerdem – seien wir wieder mal ehrlich – ist es auch schöner, wenn man freundlich gegrüßt wird, als wenn man bissig angefurzt wird. Und auch das gilt für beide Seiten!</p>
<p>Und da waren Tina und ich uns völlig einig!</p>
<p>Und beiläufig sei noch hinzugefügt: ich liebe die kleinen Kläffer! Ich könnte sie alle knuddeln!</p>
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		<title>Immer wieder die gleichen Leute&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 12:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Silke unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Radtouren]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Sonnenkind habe ich auf meinen Radtouren fast immer gutes Wetter. Als ich die Radroute ‚Liebliches Taubertal‘ – und zwar den Sportiven und den Klassiker – fuhr, hatte ich nur einmal mit Regen zu tun und das war am letzten Tage, gute 30 Kilometer von meinem Zielort Wertheim entfernt. Und dieser Schauer dauerte keine fünf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als Sonnenkind habe ich auf meinen Radtouren fast immer gutes Wetter. Als ich die Radroute ‚Liebliches Taubertal‘ – und zwar den Sportiven und den Klassiker – fuhr, hatte ich nur einmal mit Regen zu tun und das war am letzten Tage, gute 30 Kilometer von meinem Zielort Wertheim entfernt. Und dieser Schauer dauerte keine fünf Minuten – war also eigentlich keine Erwähnung wert! Ich suchte kurz Schutz unter dem frischen Laubdach eines Baumes, unter dem sich bereits ein Pärchen untergestellt hatte. Ich fragte, ob ich mich kurz dazugesellen könnte und es entwickelte sich ein kurzes Gespräch. Die beiden kamen aus Freiburg und machten ihren ersten Fahrradurlaub. Die Räder waren brandneu und funkelten noch. Das Ehepaar hatte sich in ein festes Hotel einquartiert und startete von dort aus zu Tagesetappen. So wollten sie das Radfahren ausprobieren. Wenn das was für sie sein sollte, dann würden sie auch mal eine längere Route am Stück fahren wollen. Heute hatten sie bereits 20 Kilometer hinter sich und wollten noch bis Wertheim – und flugs zurück zum Hotel. ‚Oy‘, bemerkte ich, das ist ja schon `ne gewisse Strecke!‘ – ‚Och nö‘, kam es zurück, sind ja bloß noch 30 Kilometer bis Wertheim…‘ – Na ja, stimmt natürlich, aber die ganze Strecke dann auch wieder zurück? Als ungeübte Anfänger? Respekt! Nun gut, sie hatten gute Räder und einen unbesiegbaren Optimismus – das kann schon helfen!</p>
<p style="text-align: justify;">Der Regen hörte auf, wir radelten weiter. Ich schaute mir die sehenswerte Altstadt von Tauberbischofsheim an, und wenig später kamen die beiden, äußerst gut gelaunt, von hinten wieder an mir vorbeigeflogen. Ja, sie hätten noch einen kurzen weiteren Abstecher in ein kleines Örtchen gemacht, aber jetzt wird ordentlich Gas gegeben! Nur wenige Kilometer danach sah ich sie erneut, als sie – nicht mehr ganz so elanvoll – am Wegesrand eine kleine Rast machten. Auch ich machte ein paar kleine Abstecher und so war ich wieder hinter ihnen, als ich 10 Kilometer vor Wertheim wiederum auf die beiden stieß, als ihr Tempo bereits stark nachgelassen hatte und die einstige Frische vollständig aus ihren Gesichtern gewichen war! ‚Wir sehen uns in Wertheim auf dem Marktplatz‘, rief ich den beiden im Vorbeihuschen noch zu und es kam nur noch zu einer müden ‚Ist recht‘-Antwort.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war bereits fertig mit meinem Tour-Abschluss-Mahl auf dem Wertheimer Marktplatz, als das Ehepaar endlich eintraf, ihre Velos mühsam durch die Altstadt schiebend. Sie setzten sich ermattet zu mir. Nein, sie würden nun doch mit dem Zügle zurückfahren. Man hätte sich schon erkundigt und noch etwas Zeit. Wir unterhielten uns lebhaft: über ‚unglückselige Deppen‘, die bei Hochwasser in Freiburg in die Dreisam fuhren und ertranken, weil sie das Ufer nicht mehr erkennen konnten, über die Zielsetzung der nächsten Tage und darüber, welcher Kuchen wohl am besten schmecken würde. Nach einer Dreiviertelstunde trennten sich dann unsere Wege – dieses Mal endgültig!</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist nun der tiefere Sinn dieser eigentlich belanglosen Geschichte, die Moral oder die Quintessenz? Denn ich wollte mich nun wirklich nicht über ihre nachlassenden Kräfte amüsieren – es geht mir um andere Kleinigkeiten:</p>
<p style="text-align: justify;">Erstens: obwohl man alleine oder zu zweit auf dem Fahrrad vor sich hin strampelt, lernt man dennoch sehr leicht und sehr häufig Menschen kennen. Man hat sofort eine gemeinsame Basis und kommt so schnell ins angeregte Gespräch. Die Radwanderer sind halt eine große kommunikative Familie!</p>
<p style="text-align: justify;">Zweitens: Manche andere Radler trifft man auch über größere Entfernungen immer wieder. Ich erinnere mich an Begegnungen auf dem Bodensee- und Weserradweg, auf denen ich sogar über mehrere Tage hinweg immer die gleichen Leute traf. Eine amüsante Randerscheinung bei längeren Radtouren.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mir sicher, auch Ihr könntet solche oder ähnliche Anekdoten erzählen.</p>
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