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		<title>Stadtradeln für Selm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 16:47:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das ‚Stadtradeln‘ ist ein überregionales Projekt, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet. Mittlerweile hat sich das Stadtradeln zu Deutschlands größter Fahrradkampagne entwickelt. Im letzten Jahr waren 500 Kommunen mit rund 180.000 Radfahrern dabei. Man ist sich sicher, diese Zahlen in diesem Jahr noch toppen zu können. Erstmals können in diesem Jahr auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das ‚Stadtradeln‘ ist ein überregionales Projekt, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet. Mittlerweile hat sich das Stadtradeln zu Deutschlands größter Fahrradkampagne entwickelt. Im letzten Jahr waren 500 Kommunen mit rund 180.000 Radfahrern dabei. Man ist sich sicher, diese Zahlen in diesem Jahr noch toppen zu können. Erstmals können in diesem Jahr auch Kommunen außerhalb von Deutschland an diesem Projekt teilnehmen.<br />
So können deutsche Kommunen beispielsweise ihre weltweiten Partnerstädte einladen, um mit denen zeitgleich das ‚Stadtradeln‘ durchzuführen – im direkten Wettbewerb gegeneinander und trotzdem miteinander für mehr nachhaltige Mobilität, denn das ist der tiefere Sinn des Stadtradelns: drei Wochen am Stück um die Wette radeln und Radkilometer für den Klimaschutz sowie für eine vermehrte Radverkehrsförderung in der Heimatkommune zu sammeln.<br />
Die Kampagne findet vom 1. Mai bis zum 30. September statt. Gesucht werden Deutschlands fahrradaktivste Kommunen und die fleißigsten Teams und Radler in den Kommunen selbst. In diesem Jahr nahm auch unsere Heimatstadt Selm an der Radaktion teil. Ehrensache, dass wir Radpiloten mitfuhren. Unsere kleine Stadt liegt genau im Grenzgebiet zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. Doch die ersten Kilometer sammelten wir bei Hitze bzw. stürmischen (Gegen-)Wind im brandenburgischen Spreewald auf dem Gurkenradweg – 260 km durch eine einzigartige Kulturlandschaft.<br />
Danach ging es in die Hauptstadt Berlin, um an der ADFC-Sternfahrt teilzunehmen. Eine gigantische Radfahrer-Demo, an der auch dieses Jahr wieder rund 100.000 Radfahrer teilnahmen! Zurück in heimatlichen Gefilden nahmen wir dann den Hohe Mark Radweg in Angriff, der durch das größte zusammenhängende Waldgebiet Westfalens führt und fast direkt an der Haustür vorbeigeht.<br />
Zum Abschluss des Drei-Wochen-Zeitraumes steht unsere kleine Stadt gar nicht mal so schlecht da. 813 Radlerinnen und Radler legten insgesamt rund 172.000 km zurück und vermieden dabei rund 24.000 kg CO2. Dieses entspricht der 4,3-fachen Länge des Äquators. Momentan belegen wir deutschlandweit den 7. Platz! Allerdings geht das Stadtradeln ja noch drei Monate.<br />
Nach zwei Wochen hatten wir als Team ‚Radpilot‘ bereits 630 km im Schnitt erfahren. Da riefen wir das neue Ziel aus: Lass uns die 1000 km schaffen! Damit hatten wir uns allerdings ein höchst ehrgeiziges Ziel gesetzt. Am Ende blieben da noch 300 km für jeden Radpiloten – und das in 4 Tagen – und das bei extremer Hitze sowie zu erwarteten schweren Gewittern. Los ging es jeweils um 6:00 Uhr morgens (einmal sogar eine halbe Stunde früher)! Da genossen wir noch die angenehme Kühle und die ruhige Morgenstimmung, ehe uns gegen Mittag die brüllende Hitze einholte, und wir uns durchgeschwitzt mit hochrotem Hopf und einem enormen Wasserverbrauch nach Hause zurück quälten. Vornehmlich wählten wir die Begleitwege an den verschiedenen Kanälen, die sich unweit von hier in Datteln kreuzen und verschiedene Radtouren in alle Himmelsrichtungen ermöglichen.<br />
Am letzten Tag der Aktion um 21:45 Uhr war es geschafft! Wir hatten die 1000-km-Marke geknackt &#8211; Hurra!! Und doch waren wir im Schnitt immer noch 50 km hinter dem führenden Team zurück &#8211; aber über 400 km vor den drittplatzierten!<br />
Nächstes Jahr dann werden wir die Besten sein!! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Fußball gegen Radfahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 11:46:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Oder: auf der Suche nach Gemeinsamkeiten Die Fußball-Saison neigt sich langsam dem Ende zu, die Radfahrer-Saison fängt jetzt erst gemächlich an. So wollen wir heute eine Radroute vorzustellen, die beide Freizeitaktivitäten miteinander verbindet: die Deutsche Fußballroute NRW. An diesem Radfernweg scheiden sich die Geister! Wo ist die gemeinsame Schnittmenge von Radwandern und Fußball-Schauen? Wozu eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: auf der Suche nach Gemeinsamkeiten</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fußball-Saison neigt sich langsam dem Ende zu, die Radfahrer-Saison fängt jetzt erst gemächlich an. So wollen wir heute eine Radroute vorzustellen, die beide Freizeitaktivitäten miteinander verbindet: die Deutsche Fußballroute NRW.</p>
<p style="text-align: justify;">An diesem Radfernweg scheiden sich die Geister! Wo ist die gemeinsame Schnittmenge von Radwandern und Fußball-Schauen? Wozu eine Radroute, die Fußball-Stadien miteinander verbindet? Mario Barth und Dieter Nuhr kritisierten bereits 2014 diese Radroute als Verschwendung von Steuergeldern, da die Einrichtung eines solchen Themenradweg völlig unnütz wäre und die Route auch kaum befahren würde. Als passionierter Radwanderer muss ich gestehen, durchaus fußballinteressiert zu sein. Aber mein letzter Besuch in einem Stadion liegt schon viele, viele Jahre zurück. Da schwinge ich mich tatsächlich lieber auf den Sattel meines Drahtesels und fahre eine Runde durch die Natur – aber nicht zum Fußballspiel. Was halte ich also von dieser Radstrecke? Nun ja, ich möchte es diplomatisch ausdrücken: ich freue mich über jede Radwanderstrecke, auf der man Interessantes und Neues sehen kann. Warum also nicht einmal mit dem Fahrrad auf eine fußballerische Entdeckungsreise quer durch das Land NRW gehen? Und Nordrhein-Westfalen ist ja nun sehr fußball-affin – das Pölen (sprich: kicken) gehört hier quasi zur Kultur. Und der Besuch im Stadion auch. Fußball ist hier Lebensgefühl. Die sorgsam gepflegte Rivalität zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 nimmt im Ruhrpott schon fast religiöse Züge an, die gegenseitige Verachtung der Fans vom 1. FC Köln und Bayer Leverkusen kennt nahezu keine Grenzen!</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz alledem versuche ich, bei der Streckenbeschreibung der 825 km langen ‚Deutschen Fußballroute NRW‘ weitgehend sachlich zu bleiben, schließlich geht es um eine Tour, die die landschaftliche und städtebauliche Vielfältigkeit des Landes zwischen Eifel, Rheinland, Ruhrgebiet und Münsterland erfahren lassen möchte. Abseits der Schmähgesänge, des Jubels und der Depression in den Kampfarenen der Moderne wird es ruhig, gemächlich und beschaulich. Die 15 Fußball-Kultstätten der aktuellen und ehemaligen Bundesliga-Teams  sind hier nur die Ankerpunkte auf einer Reise quer durch das Bundesland, die vom ADFC als Qualitätsroute mit vier Sternen ausgezeichnet wurde. Die taktische Beschilderung der 2010 eröffneten Strecke zeigt ein Fahrrad mit Fußbällen als Räder vor einem gelben Hintergrund.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Anstoß des Radfernweges erfolgt am Tivoli, der Spielstätte der Alemania Aachen, dann wird kurz die nördliche Eifel abgetastet, ehe es mit einem stürmischen Angriff durch den Rhein-Erft Kreis zum einst Müngersdorfer Stadion genannten Spielort dea 1. FC Köln geht (bitte seht es mir nach, dass ich die durch Sponsorenverträge ständig wechselnden Stadion-Namen nicht auf dem Laufenden halte). Eine Flanke über den Rhein bringt uns zur BayArena von Bayer Leverkusen, doch ein Doppelpass führt uns zurück auf die linke Rheinseite nach Mönchengladbach zum Borussia-Park. Durch den Rückraum des Niederrheins geht es nach Krefeld, wo einst Bayer 05 Uerdingen in der Grotenburg-Kampfbahn ums Überleben in der Bundesliga rang. Ein Rückpass über den Rhein bringt den Fußballradler am Messegelände an der Arena von Fortuna Düsseldorf vorbei, ein weiter Querpass führt dann zum Stadion am Zoo, wo der Wuppertaler SV in den 1970er Jahren sein kurzes Gastspiel in der 1. Liga gab. Nach einer Schuss-Fahrt aus dem Bergischen geht es nun entlang der Seitenlinie der Ruhr bis zum Wedaustadion des MSV Duisburg. Hier beginnt das Mittelfeldgeplänkel im Ruhrgebiet: das Rad läuft über das Stadion Niederrhein, wo Rot-Weiß Oberhausen spielt, zwischen dem alten Parkstadion von Schalke 04 und der Arena auf Schalke hindurch zum Ruhrstadion des einst unabsteigbaren VfL Bochum bis hin zum ehemaligen Westfalenstadion der Borussia aus Dortmund, oder wie ihr Stadion-Park momentan gerade heißen mag. Das 2015 eröffnete Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist ein Hauptankerpunkt auf der Strecke, wo der fußballinteressierte Radler eine Halbzeit-Pause machen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiter Abschlag nach Norden führt uns durch das Tor zum Münsterland und zum Preußenstadion vom SC Preußen Münster, einst Gründungsmitglied der Bundesliga. Nun gerät die Route am Teutoburger Wald fast ins Abseits und verlässt sogar die Außenlinie Nordrhein-Westfalens kurzzeitig nach Niedersachsen, ehe auf der Bielefelder Alm, der Spielstätte der DSC Arminia und größtem Stadion Ostwestfalens, der Abpfiff ertönt.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Wem das Radfahren zu sportlich ist, dem sei gesagt, dass sich auch eine beschilderte Auto-Route in Vorbereitung befindet.</p>
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