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	<title>Liebliches Taubertal &#8211; Radpilot.de</title>
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		<title>Der Berg hört nicht auf!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2013 11:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Silke unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Liebliches Taubertal]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Beginn einer neuen Tour: mit dem &#8218;Lieblichen Taubertal&#8216; habe ich mir einen Radwander-Klassiker vorgenommen. Ich startete in Wertheim und folgte zunächst dem wunderschönen Main nach Westen. Die Sonne lachte, mein Drahtesel rollte leicht durch die idyllische, grüne Berglandschaft – es ging mir gut. Der &#8218;Sportive&#8216; sollte zum Teil hüglig sein, aber das schreckte mich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Beginn einer neuen Tour: mit dem &#8218;Lieblichen Taubertal&#8216; habe ich mir einen Radwander-Klassiker vorgenommen. Ich startete in Wertheim und folgte zunächst dem wunderschönen Main nach Westen. Die Sonne lachte, mein Drahtesel rollte leicht durch die idyllische, grüne Berglandschaft – es ging mir gut. Der &#8218;Sportive&#8216; sollte zum Teil hüglig sein, aber das schreckte mich nicht. Gerade in der letzten Zeit war ich einige bergige Abschnitte gefahren.</p>
<p style="text-align: justify;">In Freudenberg stärkte ich mich noch einmal, bevor ich den Main verließ und die Ausläufer des Odenwaldes anging. Noch im Ort ging die Steigung los – oha! Mit Gepäck schon recht anspruchsvoll! Egal, das schaff ich schon, so schlimm kann&#8217;s ja nicht sein. Weiter ging es auf einem unbefestigten Pfad in einen Wald – und der Berg hört nicht auf. Gut, damit habe ich gerechnet: weiter! Es wurde steiler, aber auch das gehört zum Radwandern dazu. Anderen Radfahren bin ich seit dem Ort nicht mehr begegnet, anders als am Main. Nur zwei verzweifelt nach dem Weg suchende Wanderer fragten mich nach dem &#8218;D2-Weg&#8216;. Eine willkommene Pause! Aber helfen konnte ich Ihnen nicht. Meter um Meter kämpfte ich mich weiter, aber der Berg hörte nicht auf! Der Durst lässt mich zur Wasserflasche greifen – und weiter und weiter. Hinter der nächsten Kurve muss es doch einmal abflachen, ganz bestimmt tut es das! Aber nein, es wurde noch steiler – und der Berg hörte einfach nicht auf! Schieben? Nein, das lässt mein Stolz nicht zu, also weiter, Tritt für Tritt! Meter für Meter, kleinen Ästen ausweichend auf dem langen Weg nach oben. Mehrfach versuche ich, den Gang herunter zu schalten. Aber ich habe den niedrigsten Gang schon längst erreicht – noch weiter herunter schalten geht nicht. Diese drückende Schwüle! Und diese unerträgliche Hitze! Ich schaue auf das Thermometer. Gerade einmal 23°C – naja, die Temperatur kann da wohl nicht als Ausrede gelten. Ich entledige mich meines Hemdes. Das T-Shirt ist nass geschwitzt. Der Berg hört immer noch nicht auf! Reiß dich zusammen und kämpfe! Ich denke an Radprofi Udo Bölts und seinen gut gemeinten Motivationsspruch, als er seinen Teamkollegen Jan Ullrich auf der Tour de France in den Vogesen anspornen wollte: „Quäl&#8216; dich, du Sau!“ Und mir gingen noch ganz andere verbale Entgleisungen durch den Kopf, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte. Also: für Familien mit Kindern ist diese Strecke nix!! Hätte ich doch eine Pedelec – diese verdammte Schotterpiste! Meinen Lammspieß aus Freudenberg hatte ich inzwischen abgearbeitet – so viel ist sicher! Also weiter, vorwärts, höher!</p>
<p style="text-align: justify;">Endlich eine Lichtung und ein altes Gehöft, der Dürrhof &#8211; geschafft!!! Geht doch! Und oben werde ich mit einem prachtvollen Weitblick über die hüglige Landschaft belohnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesem schier endlos wirkenden Berganstieg schaue ich auf meinen Kilometerzähler: gerade mal 5 Kilometer – knapp! Na, ganz toll&#8230;</p>
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		<title>Klassisch durch das Liebliche Taubertal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2014 17:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radfernwege]]></category>
		<category><![CDATA[Liebliches Taubertal]]></category>
		<category><![CDATA[Radfernweg]]></category>
		<category><![CDATA[Rothenburg ob der Tauber]]></category>
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					<description><![CDATA[Bereits seit 1980 gibt es den Taubertalradweg, heute offiziell als ‚Liebliches Taubertal – Der Klassiker‘ bezeichnet. Denn der Radweg ‚Liebliches Taubertal‘ besteht heute aus einem ganzen Paket von Routen. Neben dem Klassiker gibt es noch den ‚Sportiven‘, der über die Höhen von Tauberfranken führt sowie mehreren kleineren Erlebnisrouten, die man als Abstecher von den beiden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Bereits seit 1980 gibt es den Taubertalradweg, heute offiziell als ‚Liebliches Taubertal – Der Klassiker‘ bezeichnet. Denn der Radweg ‚Liebliches Taubertal‘ besteht heute aus einem ganzen Paket von Routen. Neben dem Klassiker gibt es noch den ‚Sportiven‘, der über die Höhen von Tauberfranken führt sowie mehreren kleineren Erlebnisrouten, die man als Abstecher von den beiden Hauptrouten nutzen kann. Der ‚Klassiker‘ und der ‚Sportive‘ bilden zusammen eine 260 Kilometer lange abwechslungsreiche Radschleife.</p>
<p style="text-align: justify;">Der ‚Klassiker‘ besitzt seinen Namen zu Recht, denn die ziemlich genau 100 Kilometer lange Radroute gehört zu den beliebtesten Radwanderwegen Deutschlands. Zur Zeit seiner Eröffnung gehörte er zu den ersten Fernradwegen überhaupt. Im Jahre 2009 wurde er vom ADFC als zweiter Radweg nach dem Mainradweg als Qualitätsradweg mit fünf Sternen ausgezeichnet. Heute gilt das ‚Liebliche Taubertal – Der Klassiker‘ zu den schönsten, beliebtesten und meist befahrensten deutschen Radwegen. Die Charakteristik unterscheidet sich vom ‚Sportiven‘ allerdings enorm. Während auf diesem teils enorme Steigungen zu überwinden sind, besticht der ‚Klassiker‘ durch seine reizvolle und beschauliche Landschaft und folgt in seiner ganzen Länge dem Tal der Tauber. Das soll aber nicht heißen, dass der ‚Klassiker‘ immer nur flach ist. Auch hier gibt es einige recht steile Abschnitte, die allerdings nicht entfernt an die langgestreckten Rampen des ‚Sportiven‘ herankommen. Auch für Familien mit Kindern ist der gut ausgeschilderte Radweg durchaus geeignet. Die Wegebeschaffenheit ist als sehr gut zu bezeichnen. Fast immer werden asphaltierte und weitgehend autofreie Strecken befahren. Nur bei den Ortspassagen muss mit mehr Verkehr gerechnet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der ‚Klassiker‘ verbindet auf seiner Route Rothenburg ob der Tauber mit Wertheim an der Mündung der Tauber in den Main. Obwohl er in Bayern startet, führt er fast die ganze Zeit durch den zu Baden-Württemberg zählenden Main-Tauber-Kreis.</p>
<p style="text-align: justify;">Die ehemalige Reichstadt Rothenburg ob der Tauber ist eine pulsierende Touristenmetropole. Hier am Startort der Tour prägen Japaner und Amerikaner das mittelalterliche Stadtbild. Im Café bin ich überrascht, auf Deutsch angesprochen zu werden. Sechs Stadttore, eine Vielzahl von Türmen, alten Fachwerkhäusern und Kirchen sowie eine über 3000 m lange Stadtmauer sind noch gut erhaltene Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Das Fahren auf dem Kopfsteinpflaster Rothenburgs ist zwar mit dem Fahrrad erlaubt, aber bei diesen Menschenmassen nicht immer sinnvoll und ratsam.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch das Kobolzeller Tor geht es steil hinunter bis zur Tauber. Die Menschenmassen sind plötzlich verschwunden und es geht von nun an am idyllisch und gemächlich dahinfließenden Fluss entlang durch das Tal. Ausgedehnte Waldgebiete, sanfte Hänge mit Wein- und Obstanbau und historisch gewachsene schmucke Fachwerkdörfer prägen die bezaubernde fränkische Hügellandschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischendurch gibt es aber immer wieder kulturhistorisch bedeutende Orte zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Creglingen wurde bereits im 14. Jahrhundert durch Kaiser Karl IV. das Stadtrecht verliehen. Von der mittelalterlichen Stadtmauer sind nur noch Reste sowie drei Türme erhalten. Mehrere Museen, das Kulturzentrum Romschlösschen und die Herrgottskirche im Herrgottstal mit seinem berühmten Marienaltar von Tilman Riemenschneider (1505-10) lohnen einen kleinen Abstecher.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Röttingen besitzt eine wunderschöne Altstadt. Der Marktplatz wird beherrscht durch das barocke Rathaus, das von einer Reihe schmucker Fachwerkhäuser flankiert wird. Der Hof der mittelalterlichen Burg Brattenstein bildet die historische Kulisse für ein in der Region sehr bedeutsames Freilufttheater. Weitere Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum sind die spätromanische St. Kilianskirche, der Julius-Echter-Stift, die St. Georgskapelle (15. Jhd.) und der früher zum Deutschen Orden gehörende Hohe Bau (13. Jhd.).</p>
<p style="text-align: justify;">Das Renaissance-Schloss Weikersheim mit seinem großen barocken Schlosspark ist ein echtes Highlight auf der Tour. Der Prachtbau gilt als eines der schönsten Schlösser in Hohenlohe und wurde seit seiner endgültigen Fertigstellung zu Beginn des 18. Jahrhunderts kaum mehr verändert. Die noch immer original ausgestattete barocke Innenausstattung mit den Wohngemächern aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist heute als Schlossmuseum zugänglich. Der ausgedehnte Schlosspark wurde nach dem Vorbild des Schlosses Versailles bei Paris angelegt und gestaltet. Der Eingang zum Schloss befindet sich direkt am historischen Markplatz, an dem sich neben dem Rathaus und der Stadtkirche auch das Tauberländer Dorfmuseum befindet.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur wenige Kilometer entfernt liegt die Kurstadt Bad Mergentheim mit seiner beeindruckenden historischen Altstadt. Hier ist ein Besuch des Deutschordenschloss mit dem Museum, der Schlosskirche und dem weitläufigen Schlosspark ein Muss. Daneben lädt der Marktplatz mit seinem alten Rathaus und einem Ensemble von Fachwerkhäusern aus der Zeit um 1500 zu einer Rast ein. Unbedingt sehenswert sind aber auch das Münster St. Johannes, dessen Museum auch den Münsterschatz umfasst, die Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert und die St. Martinskirche.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Rad-Klassiker entlang des Taubertales führt uns nun durch Königshofen mit seiner spätklassizistischen St. Mauritiuskirche und Lauda mit seiner historischen Altstadt und der Franziskus- und Mariengrotte an der St. Jakobuskirche. Bemerkenswert ist auch die gotische Tauberbrücke mit der Nepomukstatue. Die alte Steinbrücke wurde 1512 fertig gestellt und befindet sich direkt am Radfernweg ‚Liebliches Taubertal – Der Klassiker‘.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Stadt Tauberbischofsheim ist Sitz des berühmten Fechtsportleistungszentrums. Auch hier gibt es eine historische Altstadt mit vielen schmucken Fachwerkhäusern zu bewundern. Am Marktplatz befindet sich das neugotische Rathaus und am südwestlichen Innenstadtrand steht das Kurmainzische Schloss, das im Kern noch aus dem 13. Jahrhundert stammt und sein heutiges Erscheinungsbild im 16. Jahrhundert erhielt. Heute beherbergt das Schloss das Tauberfränkische Landschaftsmuseum.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere kulturhistorisch bedeutende Bauwerke auf unserem Weg zum Main sind die Burg Gamburg aus dem 12. Jahrhundert und das Kloster Bronnbach mit seinem beeindruckenden Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Radreise endet, wie auch der Lauf der Tauber, in Wertheim. Hier mündet der Fluss in den Main. Wertheim liegt am Fuße einer einst mächtigen Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, von der heute noch eine zu besichtigende Ruine erhalten ist. Wahrscheinlich entstand hier bereits im 8. Jahrhundert eine erste Siedlung. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch einige Relikte erhalten, wie das Kittsteintor, der Kittsteinturm und der Spitze Turm. Und der historische Marktplatz mit seinen schmucken Fachwerkhäusern lädt zu einem zünftigen Radtour-Abschlussessen ein.</p>
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		<title>Sportiv durch das Liebliche Taubertal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2014 16:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radfernwege]]></category>
		<category><![CDATA[Liebliches Taubertal]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit dem Jahr 2002 besitzt der Radfernweg &#8218;Liebliches Taubertal&#8216; neben der ursprünglichen Strecke einen mit ungefähr 160 Kilometern etwas längeren Gegenpart. Auch er verbindet die Städte Rothenburg ob der Tauber und Wertheim, führt aber etwas südlich über das hüglige Bergland Tauberfrankens. So bietet es sich an, die Route als Rundkurs zu befahren. Die Strecke ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit dem Jahr 2002 besitzt der Radfernweg &#8218;Liebliches Taubertal&#8216; neben der ursprünglichen Strecke einen mit ungefähr 160 Kilometern etwas längeren Gegenpart. Auch er verbindet die Städte Rothenburg ob der Tauber und Wertheim, führt aber etwas südlich über das hüglige Bergland Tauberfrankens. So bietet es sich an, die Route als Rundkurs zu befahren. Die Strecke ist jedoch, dem Namen entsprechend, recht anspruchsvoll. Vielen anderen Radwanderern bin ich auf der Strecke nicht begegnet. Die meisten fahren lieber den gemütlicheren &#8218;Klassiker&#8216; an dem Flüsschen Tauber, das man auf dem &#8218;Sportiven&#8216; nur an den Endpunkten sieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Der sportliche Teil des &#8218;Lieblichen Taubertals&#8216; begann für mich in Wertheim ganz harmlos. 25 Kilometer entlang des Mains ohne wirklich nennenswerte Steigungen. Viele Radler waren unterwegs, die den Main-Radweg befuhren. Bei Mondfeld wird nach einer kurzen Fährfahrt auf die nördliche Seite des Flusses  gewechselt, die man nun bis Freudenberg beibehält. Das beschauliche Freudenberg besitzt die Überreste einer  mächtigen Burganlage oberhalb des Maines, den ich nun bergauf verließ. Es folgte der heftigste Anstieg der Tour auf den über 400m hohen Ziegelberg. Eine recht gut befestigte Schotterpiste führt in Serpentinen durch einen dichten Wald stetig und ziemlich steil nach oben, bis man am Dürrhof einen grandiosen Ausblick über das fränkische Bergland genießen kann. Die Radreise führt nun durch das hüglige Gelände, vorbei an verwinkelten und verträumt wirkenden Fachwerkdörfern mit ihren historischen und immer wieder sehenswerten Dorfkirchen. Die Vielzahl der Bildstöcke zeigt an, dass man sich in einer erz-katholischen Gegend befindet. Immer wieder belohnen großartige Ausblicke für die Mühsal der qualvollen Aufstiege.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wenigen Städte auf der Route sind allesamt Kleinode, die zwar eine historische gewachsene städtische Charakteristik besitzen, aber so gar nichts vom pulsierenden Großstadtflair der Metropolen haben. Külsheim gehört beispielsweise mit seiner kleinen Einkaufszone dazu. Das Städtchen besitzt oben auf dem Berg ein Schloss und die stattliche Anzahl von 18 Brunnen, die teilweise noch aus dem 15. Jahrhundert stammen und die auf die besondere geologische Schichtung unterhalb von Külsheim zurückgehen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Königheim führen viele Brücken über den Brehmbach. Deswegen wird der Ort auch Klein-Venedig genannt. Sehenswert ist die Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus der Region Boxberg stammt der bekannte Bocksbeutel als Weinflasche. Hier steht der Dom des Frankenlandes, von der Schlossburg ist allerdings nur noch eine Ruine erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die prächtige Alte St. Kilians Kirche in Assamstadt dient seit den 1970er Jahren nur noch als Gemeindezentrum.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Pfarrkirche Stuppach hängt ein besonderes und bemerkenswertes Gemälde. Die Madonna von Grünewald (1470 – 1529) gehört zu den berühmtesten Marienbildern der Kunstgeschichte. Das Anfang des 16. Jahrhunderts entstandene Werk verblüfft noch heute durch seine virtuose farbliche Strahlkraft, die in anderen Werken aus dieser Zeit kaum erreicht wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Niederstetten ist ein schmuckes Städtchen im Vorbachtal. Erstmals im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt, stehen hier noch heute mehrere Wachtürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung. In der Altstadt haben sich noch eine Vielzahl alter Fachwerkhäuser erhalten. Oben über der Stadt thront das Schloss Haltenbergstetten, das ein Jagdmuseum beherbergt. Ein anderes Museum widmet sich dem Leben eines Sohnes der Stadt. Der Luftschifffahrer Albert Sammt (1889 – 1982) war bei der ersten Atlantiküberquerung eines Zeppelins dabei. Das Unglück der &#8218;Hindenburg&#8216; bei Lakehurst überlebte er als Erster Offizier nur knapp. Danach wurde er Kommandant auf der LZ 130 &#8218;Graf Zeppelin&#8216;.</p>
<p style="text-align: justify;">Fast alle größeren Orte auf der Strecke befinden sich in Talsenken, nahe am Wasser. Das wiederum bedeutet für uns Radfahrer, dass Ortseinfahrten meist nach steilen Abfahrten erfolgen, und dass es nach der Durchfahrt wieder heftig bergauf geht. Nach meinen beiden Übernachtungen in Kühlsheim und Niederstetten war ich am Morgen bereits nach wenigen Kilometern wieder völlig abgekämpft und durchgeschwitzt!</p>
<p style="text-align: justify;">Rothenburg ob der Tauber bildet hier eine Ausnahme. Die Stadt liegt auf dem oberen Rand des Taubertales und ist mit seinen vielen Türmen schon von weitem auszumachen. Bevor man die 160 Kilometer des Radwanderweges vollendet hat, muss man also noch einen letzten sportiven Aufstieg hoch zu der von Touristen bevölkerten Stadt meistern.</p>
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