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	<title>Glosse &#8211; Radpilot.de</title>
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		<title>Radfahren als Jobproduktionsmaschine!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2017 13:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
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					<description><![CDATA[Als leidenschaftlicher Radler habe ich es ja schon immer geahnt: Noch mehr Radfahrer in den Metropolen würden nicht nur das Klima schonen und die Unfallopferzahlen erheblich senken – nein, es wäre sogar gesellschaftspolitisch wichtig, wenn mehr Pendler auf den Drahtesel umsatteln würden, denn das würde massig neue Arbeitsplätze schaffen! Im Auftrag der Vereinten Nationen (UN) [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als leidenschaftlicher Radler habe ich es ja schon immer geahnt: Noch mehr Radfahrer in den Metropolen würden nicht nur das Klima schonen und die Unfallopferzahlen erheblich senken – nein, es wäre sogar gesellschaftspolitisch wichtig, wenn mehr Pendler auf den Drahtesel umsatteln würden, denn das würde massig neue Arbeitsplätze schaffen!</p>
<p style="text-align: justify;">Im Auftrag der Vereinten Nationen (UN) haben renommierte Wissenschaftler nun berechnet, dass weltweit 76.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, wenn in den Städten mehr Fahrräder genutzt werden würden – 2.000 alleine in unserer von Geldnot und Arbeitslosigkeit geplagten Hauptstadt Berlin! Klingt doch nach einem tollen Ansatz und einer grünen Superlösung für etliche Probleme in unseren Ballungsräumen. Der Bericht der UN verschweigt allerdings, wo genau diese neuen Jobs entstehen sollen. Auch eine Bilanz, die berücksichtigt, wie viele autoabhängige Stellen dabei im Gegenzug verloren gingen, fehlt in diesem Bericht vollständig!</p>
<p style="text-align: justify;">Egal – die Zahlen klingen erst einmal toll und als fleißiger Pedaltreter bin ich natürlich auch gerne bereit, diese kritiklos hinzunehmen und zu glauben &#8211; schließlich kommt die Erhebung von der UN und dann müssen diese ja schließlich stimmen!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber &#8211; Spaß und Zynik beiseite:  Einmal abgesehen davon, dass viele Autofahrer bei dem Gedanken an noch mehr Radler auf den Straße einen Herzkrampfkatar erleiden könnten &#8211; etwas mehr Radfahrer in den Städten würden in jedem Fall nicht schaden! Auch nicht dem Arbeitsmarkt! Warum also nicht diesen Faden etwas weiterspinnen – vielleicht ist ja doch etwas dran…</p>
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		<title>Liebe Rad-Fahrende und Zu-Fuß-Gehende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2014 10:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Radfahrer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer aufmerksam die Zeitung liest, Radio hört, oder das Fernsehen verfolgt, der hat es schon längst gemerkt: sozial korrekte Zeitgenossen definieren die Wirklichkeit immer wieder neu. Und sie tun das mit missionarischem Eifer. Ihre Kritik speisen die notorischen Besserwisser zumeist aus dem links-intellektuellen Mutterboden längst überholter Ideologien. Damit haben sie mittlerweile eine neue Schutzkultur geschaffen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer aufmerksam die Zeitung liest, Radio hört, oder das Fernsehen verfolgt, der hat es schon längst gemerkt: sozial korrekte Zeitgenossen definieren die Wirklichkeit immer wieder neu. Und sie tun das mit missionarischem Eifer. Ihre Kritik speisen die notorischen Besserwisser zumeist aus dem links-intellektuellen Mutterboden längst überholter Ideologien. Damit haben sie mittlerweile eine neue Schutzkultur geschaffen, die autokratisch jede persönliche Handlungsfreiheit unterbindet und alles verbietet, was sie nicht vorher ausdrücklich erlaubt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">„Altweibersommer“ und „Negerkuss“, „Zigeunerbaron“ und „Ausländerheim“ beispielsweise seien aus dem allgemeinen Sprachschatz zu streichen, fordern die verbalen Gesinnungswächter mit Empörungs-Abo. Denn Weiber und Neger, Zigeuner und Ausländer seien abwertende Begriffe, auch wenn sie sich geschichtlich entwickelt haben, zum deutschen Stammwortschatz gehören und seit Generationen von Denkern und Schreibern völlig wertfrei genutzt werden. Nichts da! wettern die moralinsauren Tugendwächter und schulmeistern eine ganze Volksgemeinschaft: Sprache drücke eine Gesinnung aus. Und die bediene sich schamlos der Sprache, um zu unterdrücken. Und das entspringe einem dekadenten Herrschaftsdenken.</p>
<p style="text-align: justify;">Die selbsternannten Inquisitoren wachen mit Argusaugen über die Reinheit der Sprache, wie sie sie verstehen. Im Grenzfall funktionieren sie die Sprache um zum Exerzierfeld für eine absolutistische Gesellschaftskritik, die keine andere Meinung neben sich gelten lässt. Dank willfähriger Mitläufer und pseudo-intellektueller Schreiberlinge hat sich mittlerweile ein „machtvolles Meinungskartell“ (Jörg Schönbohm) aufgebaut. Diese eingeschworene Gemeinschaft von „Hyperkorrekten“ (Joachim Gauck) nimmt in vorauseilendem Gehorsam alles in den Blick, was irgendjemandem, irgendwo, irgendwann, irgendwie einmal sauer aufstoßen könnte und belegen es als „Unwort“ mit dem Bann des Ungehörigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Um Schwulen und Lesben gerecht zu werden, wird heutzutage nicht mehr geheiratet, man „verpartnert“ sich neuerdings. Die ewig um ihren Vorteil heulenden Feministinnen werden verbal getröstet, indem man jede auch nur im Entferntesten an Männer erinnernde Form aus dem begrifflichen Wortschatz streicht. Die feministische Linguistik hat eine geschlechtsneutrale Sprache durchgesetzt, bei der die handelnden Personen in den Hintergrund treten. Alles ist sexus-neutral, Geschlechter-fair und gendergerecht. Die überarbeitete Straßenverkehrsordnung bedient sich gehorsam diesem Sprachmodell. Da gibt es neben Geh- und Funktions-Behinderten, die Fahrzeug-Führenden und Reitenden. Den Begriff „Radfahrer“ hat man durch „Rad-Fahrende“ ersetzt und die Fußgänger werden zu „Zu-Fuß-Gehenden“. Der Mensch wird versächlicht, reduziert auf sein äußerlich wahrnehmbares Verhalten, mit dem er sich ganz neutral durch das poppig bunte Schilderlabyrinth des grauen Verkehrsalltags bewegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Neger – von niger (lat.) = schwarz – laufen jetzt als „Maximalpigmentierte“ durch Afrika, im gut bürgerlichen Restaurant bestellen wir ein „Roma- und Sinti-Schnitzel“ mit Pommes, boykottieren den „Zigeunerbaron“ im Theater und rufen ganz zuletzt unsere lieben Kleinen  &#8211; ganz „social correct“ &#8211; als „Spielende“ von der Straße.</p>
<p style="text-align: justify;">Bleibt eigentlich am Ende nur noch sach- und sprachgerecht &#8211; DAS Fahrrad! Na, bitte,&#8211; geht doch!</p>
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		<title>Welttag des Nacktradelns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jul 2013 09:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Nacktradeln]]></category>
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					<description><![CDATA[Es begann 2004 im kanadischen Vancouver, als sich Menschen, wie Gott sie geschaffen hat, auf den Fahrradsattel schwangen, um sich nackt und bloß ins Getümmel des Großstadtverkehrs zu stürzen. Das war der nackte Wahnsinn! Scheinbar. Denn das nackte Treiben hatte einen Sinn.  Die Radler, die sich die Klamotten vom Leibe rissen und entblößt bis zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es begann 2004 im kanadischen Vancouver, als sich Menschen, wie Gott sie geschaffen hat, auf den Fahrradsattel schwangen, um sich nackt und bloß ins Getümmel des Großstadtverkehrs zu stürzen. Das war der nackte Wahnsinn! Scheinbar. Denn das nackte Treiben hatte einen Sinn.  Die Radler, die sich die Klamotten vom Leibe rissen und entblößt bis zu den Zehennägeln gegen den motorisierten Lindwurm in den engen Straßen anstrampelten, wollten mit nackten Tatsachen ein „Zeichen setzen“. Sie wollten den blechernen Stinkern, die rücksichtslos im Verkehrschaos der Städte um Platz und Sieg kämpfen, zeigen, wie verletzlich Radfahrer dabei sind. Denen fehlt nämlich der blecherne Harnisch einer knautschfesten Autokarosserie. Sie nehmen hautnah am Verkehr teil. Wobei diesem Verkehr jedweder Reiz fehlt. Er ist einfach nur brutal und rücksichtslos.</p>
<p style="text-align: justify;">Man muss zwar nicht immer gleich alles zeigen, was man hat. Nicht jeden Körper möchte man gern „ganz ohne“ sehen,- es sei denn, man ist von voluminösen Formen begeistert. Erst wenn alle Hüllen fallen, erkennt man ja, mit welcher Spannbreite an Körperformen der Schöpfer die Erde gesegnet hat. Man ist überrascht und teilweise auch schockiert. Der Mensch auf seinen Leib reduziert, kann für den Schöngeist zum ästhetischen Problem werden. Nackte Haut? Ja. Fett wuchernde Rundungen? Eher – nein.</p>
<p style="text-align: justify;">Anatomisch gesehen, erkennt man beim entkleideten Menschen aber auch, wie angreifbar und verletzlich er ist. Er ist der Härte des industrialisierten Alltags nicht gewachsen. Darauf wollten die nackten Revoluzzer bei ihrem ersten Event vor neun Jahren aufmerksam machen. Die radelnden Nudisten wussten ganz genau, das Nackte fesselt, zieht die Blicke auf sich. Die Nackten wurden zu echten Hinguckern. Hier und da empörte sich auch ein prüder Pietist und rief nach der Polizei. Ein unerhörtes Ärgernis! Der Skandal war vorprogrammiert. Das war aber auch so gewollt. Jeder sollte fragen: „Was soll die Nacktshow in aller Öffentlichkeit? So splitternackt ist der Mensch doch gefährdet!“ Richtig. Genau darüber sollten die gesetzten Autofahrer nachdenken, die stumpfsinnig hinter ihrem Steuer nur auf das eigene Fortkommen achten. Ihnen rufen die Nackedeis zu: „He, Leute, es gibt auch noch andere Verkehrsteilnehmer, die sich genauso durch den Verkehr quälen müssen wie ihr, aber nicht so sicher! Sie sind dauernd durch euch bedroht, an Leib und Leben. Nehmt Rücksicht auf sie! Nehmt Rücksicht auf die Radfahrer!“</p>
<p style="text-align: justify;">Und so entstand der „Welttag des Nacktradelns“. In diesem Jahr fand er am vergangenen Sonnabend (1. Juni) schon in 29 Städten rund um den Globus statt. Das Argument mit entblößten Busen, nackten Bäuche und knackigen Hintern zeigt durchaus Wirkung. Wer sich so entblößt, hat eigentlich nichts mehr zu verlieren,- nur noch sein Leben.-</p>
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		<title>Umleitung auf dem Radfernweg Hamburg-Bremen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2013 16:22:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Umleitungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch einmal der Radfernweg Hamburg-Bremen. Was ich als Radfahrer hasse, sind unbefestigte Wegstrecken, auf denen sich tiefe Pfützen gebildet haben und die die gesamte Breite des Weges ausfüllen. Wo man nicht weiß, was einen erwartet, wenn man diese Seenplatte durchrollt, da man nicht weiß, wie tief diese wassergefüllten Löcher wirklich sind. Wo Matsch, Schlamm und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Noch einmal der Radfernweg Hamburg-Bremen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich als Radfahrer hasse, sind unbefestigte Wegstrecken, auf denen sich tiefe Pfützen gebildet haben und die die gesamte Breite des Weges ausfüllen. Wo man nicht weiß, was einen erwartet, wenn man diese Seenplatte durchrollt, da man nicht weiß, wie tief diese wassergefüllten Löcher wirklich sind. Wo Matsch, Schlamm und Morast meterhoch spritzen, den Rahmen mit Dreck vollsprenkeln und die Innenseite des Schutzbleches verstopfen. Wo der feucht-sandige Wegebelag ein halbwegs normales Radfahren erfolgreich verhindert.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine solch miserable Strecke von 1.300 m Länge befindet sich auf dem Radfernweg Hamburg-Bremen mitten in der niedersächsischen Diaspora zwischen Heidenau und Hollenstedt. Wenn es mäßig geregnet hat, ist dieser Abschnitt kaum noch befahrbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Was kann man nun in solch einem Fall machen?</p>
<p style="text-align: justify;">Möglichkeit 1: Man ignoriert das Problem und belässt alles beim alten. Das allerdings wäre sehr untypisch für die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Möglichkeit 2: Man repariert bzw. saniert diesen Streckenabschnitt und bessert die schadhaften Stellen aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Möglichkeit 3: Man stellt eine Reihe von Schildern auf, die auf die schlechte Wegstrecke hinweisen und eine Umleitung empfehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei besagtem Streckenabschnitt zwischen Heidenau und Hollenstedt entschied man sich für die letztere dieser Möglichkeiten. Da das verfügbare Geld für andere Projekte gebraucht wurde, sah man von einer Sanierung des Waldweges vorerst ab – bis auf Weiteres! Wann sich an diesem Zustand etwas ändert, steht in den Sternen, oder liegt in den tiefen Pfützen – ist also nicht absehbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Also wurde für den Radfernweg eine Umleitung, die über die Kreisstraße 43 über Ochtmannsbruch führt und damit die Matschstrecke umgeht. Zu erkennen ist die Umwegung an den gelben U-Schildern mit dem Fahrradsymbol. Die Ausweichstrecke wird wenig von Autos genutzt, besitzt aber  teilweise fieses Kopfsteinpflaster. Das ist nicht nur für den Hintern des Radlers unangenehm, sondern kann bei Nässe auch recht gefährlich sein, da ein solches Pflaster extrem rutschig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Wohlgemerkt: Die Umleitung ist nur eine Empfehlung. Die eigentliche Route kann durchaus noch befahren werden – insbesondere, wenn es zuvor längere Zeit trocken war.</p>
<p style="text-align: justify;">Stellt sich nur die folgende Frage: In einer Zeit, in der zweistellige Millionenbeträge ausgegeben werden, um Radwege neu zu bauen und einzurichten, warum ist es dann nicht möglich, mal eben einen Kilometer Waldweg auszubessern?</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.radfernweg-hamburg-bremen.de" target="_blank">www.radfernweg-hamburg-bremen.<wbr />de</a></p>
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		<title>Glosse: Das (vermutliche) Aus für den Dynamo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2013 08:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamo]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamopflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradbeleuchtung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ökologisch bewegte Zeitgenossen reiten auf der grünen Welle in eine lichte Zukunft. Die Zukunft ist grün und erneuerbar. Wind und Sonne sind unerschöpfliche Energielieferanten. Wir beziehen sie von teuer hergestellten Windkraftanlagen, die sich als mächtige Spargel über die höchsten Baumwipfel erheben. So was könnte man Inklusion in der Natur nennen. Hier steht zusammen, was nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ökologisch bewegte Zeitgenossen reiten auf der grünen Welle in eine lichte Zukunft. Die Zukunft ist grün und erneuerbar. Wind und Sonne sind unerschöpfliche Energielieferanten. Wir beziehen sie von teuer hergestellten Windkraftanlagen, die sich als mächtige Spargel über die höchsten Baumwipfel erheben. So was könnte man Inklusion in der Natur nennen. Hier steht zusammen, was nicht zusammen gehört.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die  Kraft der milden Sonne in unseren Breiten zu nutzen, pflastern die Leute ihre Dächer gen Süden mit Fotovoltaik-Segmenten zu Die versorgen Warmduscher mit temperiertem Wasser und senken die eigenen Stromkosten. Den Geldbeutel freut’s.</p>
<p style="text-align: justify;">Die fürsorgliche Landwirtschaft erzeugt derweil – zu Nutz und Frommen der Natur und zur eigenen Existenzsicherung – Gas und Kraftstoff aus Gülle und Biomasse, dem stinkenden Abfall aus der Zuchttierhaltung und dem intensiven Anbau von Weizen und Mais. Alles natürlich! Alles grün! Alles förderwürdig! Und diese grüne Zukunft unterstützt der brave Steuerzahler gern mit seinem Obolus. Es ist ja für einen guten Zweck, einen grünen, sauberen, zukunftsorientierten.</p>
<p style="text-align: justify;">So steigen die Deutschen energiebewusst und ökofreundlich auch immer häufiger in den Sattel ihres Drahtesels, um den profitgierigen Ölmultis ein Schnippchen zu schlagen und ihnen die Nase zu zeigen. Und wenn es dunkel wird, dann erzeugt der Radler seine Energie einfach selber. Als energetischer Selbstversorger treibt er den Dynamo durch die eigene Muskelkraft an. Die kleine Lichtmaschine liefert ihm den nötigen Strom für die Funzel am Lenker und das rot glimmende Rücklicht am Schutzblech.</p>
<p style="text-align: justify;">Zugegeben, die Stromversorgung aus dem Dynamo ist manchmal dürftig, besonders wenn man mit der eigenen Schwerkraft und der bremsenden Lichtmaschine gegen eine Steigung ankämpfen muss. Dann nämlich leuchtet die Laterne durchaus nicht mehr so hell wie Osram-Licht. Aber hier zeigt sich, was es heißt: „Leistung muss sich wieder lohnen!“ Wer kräftig in die Pedale tritt, dem kommt die Erleuchtung, wer sich nicht anstrengt, der verbreitet nur trübes Licht. Weil aber Leistung in unserer sozial abgefederten Gesellschaft nicht so hoch im Kurs steht, wird der Dynamo jetzt zum Auslaufmodell. Von nun an beleuchten helle Strahler den Radweg und blenden entgegenkommende Falschfahrer auf ihrem Ego-Trip. Und energiebewusst weiß der Pedaltreter: Die Lampen werden aus Ökostrombatterien gespeist, damit auch die Radfahrer-Zukunft grün bleibt. Na, dann – auf ins Grüne!</p>
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		<title>Änderung der Beleuchtungsvorschriften</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Radpilot.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2013 20:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[ADFC]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamo]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamopflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradbeleuchtung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun ist es also vollbracht! Die Dynamopflicht für Fahrräder in Deutschland ist aufgehoben! Der Bundesrat stimmte am 5. Juli 2013 einer Empfehlung des Bundesverkehrsausschusses zu, nach der neben den altbekannten Dynamos, im Amtsschimmel-Deutsch auch Lichtmaschinen genannt, auch bestimmte batteriegetriebene Fahrradlampen erlaubt sind. Stopp! Stimmt nicht ganz! Die Stromspeicher müssen wiederaufladbar sein, um unnötigen Batterieschrott, immerhin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nun ist es also vollbracht! Die Dynamopflicht für Fahrräder in Deutschland ist aufgehoben! Der Bundesrat stimmte am 5. Juli 2013 einer Empfehlung des Bundesverkehrsausschusses zu, nach der neben den altbekannten Dynamos, im Amtsschimmel-Deutsch auch Lichtmaschinen genannt, auch bestimmte batteriegetriebene Fahrradlampen erlaubt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Stopp! Stimmt nicht ganz! Die Stromspeicher müssen wiederaufladbar sein, um unnötigen Batterieschrott, immerhin schwer zu entsorgender Sondermüll, zu vermeiden. So sind jetzt Leuchten mit sogenannten ‚wiederaufladbare Energiespeichern‘ – der Normalbürger sagt einfach ‚Akku‘ dazu – am Fahrradvehikel zugelassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine wichtige und folgenschwere Änderung: hatte der Gesetzgeber doch zuvor Sorge, der ‚wiederaufladbare Energiespeicher‘ könnte möglicherweise nicht ausreichen und eine Nachtfahrt damit jäh im Stockdunklen enden. Der von der Elektrizität verlassene Radler könnte sich möglicherweise verirren, oder das Fahrrad könnte als unbeleuchtetes Fahrzeug den anderen Verkehr massiv gefährden. Also wurden Lampen mit Akkus in Deutschland nicht zugelassen, obwohl viele Neuräder bereits auf diese Art verkehrsunsicher ausgerüstet, verkauft werden und wurden!</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist die Pflicht, ein Fahrrad mit einem Dynamo – Korrektur: einer aktiven lichttechnischen Einrichtung auszurüsten, gekippt worden! Oder sagen wir es anders: das Gesetz wurde einfach der Realität angepasst, wie sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ausdrückte. Doch halt – es regt sich Wiederstand, und das ausgerechnet durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), der agilen Interessenvertretung des Radfahrervolkes.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber warum?</p>
<p style="text-align: justify;">Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Radler-Verbandes, Gereon Broil, kritisierte die Gesetzesvorlage ungewöhnlich scharf und ungestüm:</p>
<p style="text-align: justify;">„Dass die Beleuchtungsvorschriften erneuert werden müssen, steht außer Frage. Der Vorschlag aus Niedersachsen ist aber wenig durchdacht und voller Widersprüche – kurz: ein absoluter Schnellschuss!&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Laut dem neuen Gesetzestext müssen die nun zugelassenen wiederaufladbaren Energiespeicher – also Akkus – mittels einer Anzeige ‚dem Fahrer die Kapazität sinnfällig anzeigen‘, damit die Nachtfahrt nicht jäh im Stockdunklen endet (siehe oben). Das Problem dabei ist nur: keine der heute eingesetzten Rückleuchten und nur sehr wenige Scheinwerfer haben solch eine ‚sinnfällige Kapazitätsanzeige‘. Eine einfache Warnleuchte reicht dabei nämlich nicht aus! Aha, also bleibt erst einmal alles weitgehend beim Alten: fast alle heute gebräuchlichen Akku-Leuchten bleiben verboten! Na, prima – viel Rauch um nichts!</p>
<p style="text-align: justify;">Anstatt die Gesetzeslage der Realität anzupassen, wurde eine überholte Anordnung nur durch eine wirklichkeitsfremde ausgetauscht. Oder, wie es Gereon Broil süffisant ausdrückte: „Eine Vorschrift, deren Einhaltung nicht kontrolliert wird, durch eine neue zu ersetzen, die nicht kontrolliert werden kann, ist keine sinnvolle Lösung!&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Er kritisierte weiter, dass weder der ADFC, noch andere Fahrradverbände, noch die Zweiradindustrie, ob der Änderung der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) angehört wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Daneben gibt es aber bereits seit einiger Zeit seitens des Bundesverkehrsministeriums Pläne für eine groß angelegte Reform der Fahrradbeleuchtungsvorschriften. Diese sollte ursprünglich bereits im Frühjahr 2013 den entsprechenden Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Termin jedoch, wen wundert’s bei der deutschen Politik, verzögerte sich erheblich und so kam die niedersächsische Gesetzesinitiative der bundesdeutschen Beleuchtungsreform zuvor.</p>
<p style="text-align: justify;">Der ADFC hatte deshalb vergeblich an den Bundesrat appelliert, der jetzigen Gesetzesvorlage nicht zuzustimmen und zunächst die besagte Reform abzuwarten – in der Hoffnung, dass diese dann doch irgendwann genügend fundamentiert und ausgereift ausgearbeitet worden wäre. Dann wäre uns allen doch ein sinnfälliges Lichtlein aufgegangen, egal, ob mittels wiederaufladbare Energiespeicher, Lichtmaschine oder mit aktiver lichttechnischer Einrichtung!</p>
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