Radfahren als Jobproduktionsmaschine!

Radfahren als Jobproduktionsmaschine!

Als leidenschaftlicher Radler habe ich es ja schon immer geahnt: Noch mehr Radfahrer in den Metropolen würden nicht nur das Klima schonen und die Unfallopferzahlen erheblich senken – nein, es wäre sogar gesellschaftspolitisch wichtig, wenn mehr Pendler auf den Drahtesel umsatteln würden, denn das würde massig neue Arbeitsplätze schaffen!

Im Auftrag der Vereinten Nationen (UN) haben renommierte Wissenschaftler nun berechnet, dass weltweit 76.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, wenn in den Städten mehr Fahrräder genutzt werden würden – 2.000 alleine in unserer von Geldnot und Arbeitslosigkeit geplagten Hauptstadt Berlin! Klingt doch nach einem tollen Ansatz und einer grünen Superlösung für etliche Probleme in unseren Ballungsräumen. Der Bericht der UN verschweigt allerdings, wo genau diese neuen Jobs entstehen sollen. Auch eine Bilanz, die berücksichtigt, wie viele autoabhängige Stellen dabei im Gegenzug verloren gingen, fehlt in diesem Bericht vollständig!

Egal – die Zahlen klingen erst einmal toll und als fleißiger Pedaltreter bin ich natürlich auch gerne bereit, diese kritiklos hinzunehmen und zu glauben – schließlich kommt die Erhebung von der UN und dann müssen diese ja schließlich stimmen!

Aber – Spaß und Zynik beiseite:  Einmal abgesehen davon, dass viele Autofahrer bei dem Gedanken an noch mehr Radler auf den Straße einen Herzkrampfkatar erleiden könnten – etwas mehr Radfahrer in den Städten würden in jedem Fall nicht schaden! Auch nicht dem Arbeitsmarkt! Warum also nicht diesen Faden etwas weiterspinnen – vielleicht ist ja doch etwas dran…

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