Bahn versteigert vergessene Fahrräder

Bahn versteigert vergessene Fahrräder

Berlin ist voll von herrenlosen Fahrrädern. Angekettet an Laternenpfählen und vergessen, ausgesetzt am Bahnhof wie ein lästig gewordener Hund. Keiner scheint sie mehr haben zu wollen. Dann stehen die Räder da, rosten langsam und traurig vor sich hin, harren geduldig der nächsten herrlichen Radtour durch den Tiergarten oder den Grunewald. Aber der Besitzer kommt nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer – das Rad bleibt allein, einsam in der riesigen  Stadt!  Was soll man tun mit solchen ungewollten Rädern?

Gerade an Berliner S-Bahnhöfen finden sich viele der Freiheit zurückgegebenen Fahrräder, ungefähr 200 pro Jahr! Sie werden dann von der Deutschen Bahn entfernt und nach einer Aufbewahrungsfrist, in der geprüft wird, ob das Fahrrad als gestohlen gemeldet wurde, versteigert.

Solche Fahrradversteigerungen finden in Berlin alle paar Wochen statt, vornehmlich auf der Galerie in der Empfangshalle des Einkaufsbahnhofs Lichtenberg. 40 bis 50 Räder kommen dabei unter den Hammer und dabei handelt es sich nicht nur um alte Drahtgurken – auch moderne Rennräder und schicke Tourenräder sind dabei!

Los geht es bei einem Gebot von einem oder 5 Euro, dann geht es in zunächst in Fünferschritten, ab 70 Euro in Zehnerschritten nach oben. Der Meistbietende kann sein neues Vehikel sofort mitnehmen, muss sein ersteigertes Rad allerdings bar bezahlen!

Aber auch in anderen Städten finden solche Fahrradversteigerungen statt. Die nächste ist am im Kieler Hauftbahnhof am 18. Januar um 11:00 Uhr.
Weitere Informationen unter www.fundservice.bahn.de

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Tags: Fahrrad

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