Nord-Ostsee-Kanal-RouteNOK-Logo

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ie Nord – Ostsee – Kanal – Route ist ein Radfernweg der außergewöhnlichen Ansichten und Bilder. Die Eindrücke könnten wechselhafter nicht sein: da rollt man mit seinem Rad durch die beschauliche Acker- und Wiesenlandschaft, durch eine bäuerliche Dorfidylle. Man holpert über Schotter und durch Schlaglöcher. Autos sind hier eher selten. Häufiger kreuzen Trecker den Weg. Mit ihren polternden Dieselmotoren sind sie die modernen Zugpferde der Bauern. Hier läuft alles gemächlich und langsam ab! Rotbunte Rinder verfolgen wiederkäuend die Radler mit ihren runden Kuhaugen und vereinzelt kräht stolz ein Hahn. Und dann – plötzlich und unvermittelt – erreicht man den großen Kanal. Darauf schieben sich dumpf grummelnd mächtige Schiffslaiber in gemächlicher Fahrt vorbei. Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene Schifffahrtsstraße der Welt, noch vor dem Panama- und dem Suezkanal! Die Schiffsaufbauten und geschichteten Containerladungen ragen weit in die Höhe. Weltschifffahrt in der Provinz! So interessant der internationale Schiffsverkehr auch sein mag – die NOK-Route folgt nicht nur schnurgerade dem Verlauf des Kanalufers. Sie hat sehr viel mehr zu bieten, denn die Umgebung hält viele sehenswerte Besonderheiten bereit. Die Kanallänge zwischen Brunsbüttel an der Elbe und Kiel an der Förde misst gerade einmal 99 Kilometer. Immer wieder verlässt die offizielle Radroute die betriebsame Wasserstraße und führt den Radler in weiten Schlaufen in die ländliche Umgebung. Vorbei an stattlichen Holländer-Windmühlen, ausgedehnten Moorgebieten und Relikten aus der Steinzeit. So dehnt sich der Radfernweg auf eine Länge von 315 Kilometern aus. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist seitdem mehrfach verbreitert und vertieft worden. Heute wird die künstliche Wasserstraße sogar von den gigantisch wirkenden Kreuzfahrtschiffen häufig genutzt. Vorgänger des Nord-Ostsee-Kanals war der Eiderkanal, der von Kiel bis Rendsburg führte, wo er in die Eider mündete. So war bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert die Passage von der Nordsee in die Ostsee möglich.


Erbaut wurde der Kanal einst vom dänischen König, denn zu diesem Zeitpunkt gehörte der größte Teil von Schleswig-Holstein noch zu Dänemark. Überreste vom ehemaligen Eiderkanal und von den historischen Schleusenanlagen kann man auf der Radroute heute noch entdecken.

Die wenigen Brücken schlagen in schwindelnden Höhen einen Bogen über den Nord-Ostsee-Kanal. Unter ihnen gleiten die Ozeanriesen gefahrlos hindurch, obwohl ihre Ausmaße denen von Hochhäusern gleichen. An beiden Kanalufern führen einspurige Dienstwege direkt am Wasser entlang. Radler und Fußgänger dürfen diese nutzen. Auf ihnen lässt sich die Nord-Ostsee-Kanal-Route beliebig verkürzen. 14 Fähren kreuzen den Kanal. Sie alle sind kostenfrei, auch die Schwebefähre in Rendsburg – ein echtes Highlight auf der Tour! Zahlreiche Infotafeln gehen auf Besonderheiten am Wegesrand ein. Hilfreiche Tipps liefern die Tafeln mit Hinweisen zur touristischen Infrastruktur, die am Rand der jeweiligen Ortschaften aufgestellt sind, denn häufig sind Übernachtungsmöglichkeiten oder Restaurantbetriebe in den ländlichen Gebieten recht rar gesät. Den Weg leitet das Logo mit dem Schriftzug ‚NOK Route‘, einem grünen Radsymbol und einer blau-grünen Wellenlinie. Initiator des Fernradweges  ist die ‚Touristische Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal‘ in Rendsburg.

Weitere Informationen erhalten sie unter www.nok-route.de.


Charakteristik:

Die Nord-Ostsee-Kanal-Route verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Wegen und wenig befahrenen Landstraßen und Wirtschaftswegen. Nur im Bereich von Kiel muss mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Hier werden aber fast immer straßenbegleitende Radwege genutzt. Direkt am Ufer verlaufen die zum Kanal gehörenden Dienstwege. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass sie von Radfahrern und Fußgängern gerne benutzt werden dürfen, dass man aber dem (seltenen) Dienstverkehr der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Vorrang zu gewähren hat. Diese meist aus Betonspurplatten bestehenden Wege sind vereinzelnd sehr holprig und für Fahrradanhänger weniger geeignet. Ansonsten ist die Route prädestiniert für Familien, da die Wegstrecke sehr flach ist und nur ganz wenige sanfte Steigungen zu bewältigen sind. Die beste Zeit für das Befahren der NOK-Route sind die Monate Mai bis September, denn dann kann man die meisten Traumschiffe sehen, die den Kanal passieren.


Ortschaften entlang der Route

Brunsbüttel / Burg (Dithmarschen) / Hochdonn / Schafstedt / Albersdorf / Bunsoh / Hanerau-Hademarschen / Lütjenwestedt / Todenbüttel / Breiholz / Nübbel / Fockbek / Rendsburg / Westerrönfeld / Schülp bei Rendsburg  / Jevenstedt / Osterrönfeld / Schacht-Audorf  / Büdelsdorf  / Borgstedt / Sehestedt / Bovernau / Melsdorf / Kronshagen / Krummwisch / Quarnbek / Schinkel / Lindau (bei Kiel) / Gettorf / Neuwittenbek / Altenholz / Kiel

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Brunsbüttel

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runsbüttel besitzt einen einzigartigen maritimen Charakter. Hier, wo die Elbe bereits drei Kilometer breit ist und einen Tidenhub von bis zu drei Metern besitzt, beginnt der Nord-Ostsee-Kanal. Der 1895 fertig gestellte Kanal, der bei Kiel an der Föhrde endet, ist die meistbefahrenste künstliche Wasserstraße der Welt und bringt den großen Ozeandampfern eine Zeitersparnis von bis zu zwei Tagen, um auf direktem Wege in die Ostsee zu gelangen. So kann man hier Containerschiffe, Tanker und Kreuzfahrtschiffe beobachten, die an den alten Leuchttürmen vorbei in die Schleuse zum Kanal einbiegen. Jeweils dienstags um 14:00 Uhr finden Schleusenführungen für interessierte Besucher statt. Direkt am Wasser ist mit der Schleusenmeile eine attraktive Erlebniswelt mit Geschäften, Cafés und Galerien entstanden. Das eigentliche historische Zentrum der Stadt liegt weiter nördlich mit der 1726 neu errichteten Jakobuskirche als Mittelpunkt. Das 1779 erbaute Matthias-Boie-Haus gilt als eines der schönsten Fachwerkhäuser in Dithmarschen. Mit der Stadtgalerie besitzt Brunsbüttel ein interessantes Museum für zeitgenössische Kunst mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen. Daneben gibt es hier ein Heimatmuseum und ein Kanalmuseum, dass die Entwicklungsgeschichte des Nord-Ostsee-Kanals mit vielen historischen Exponaten beschreibt.
In Brunsbüttel findet alljährlich das vielbeachtete Schleswig-Holstein-Musik Festival statt.
Das Kernkraftwerk an der Unterelbe ist inzwischen abgeschaltet.
Neben den Radfernwegen Elbe Radweg, Nordseeküsten-Radweg und Nord-Ostseekanal-Route führen auch die Deutsche Fährstraße und die Grüne-Küsten-Straße durch den Ort. 

 

Sehenswertes:
 

Nord-Ostsee-Kanal-Schleusen mit Schleusenmuseum Atrium
Molen I-IV
Jakobuskirche
Matthias-Boie-Haus
Stadtgalerie im Elbeforium
Heimatmuseum
Alter Hafen





Burg (Dithmarschen)

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ie „Perle der Westküste Schleswig-Holsteins“ liegt direkt auf der Grenze von Dithmarscher Geest zur Wilstermarsch. Während die Marsch aus waldarmen und flachen Moorgebieten besteht und sich teilweise sogar unter dem Meeresspiegel befindet, besitzt der Geestrücken einige recht stattliche Erhebungen. Der Wulffsboom ist mit 66 m der höchste Berg der Gemeinde Burg. Vom 21 m hohen Aussichtsturm hat man einen herrlichen Weitblick bis zur Elbemündung. Auf dem Wulffsboom liegt auch das Waldmuseum, das viel Wissenswertes über die heimische Tier- und Pflanzenwelt vermittelt. Direkt neben dem Waldmuseum wurde der ‚Garten der Sinne‘ als kleiner Barfußpark aufgebaut, der mit seinen zahlreichen Pflanzen die verschiedenen Sinnesorgane ansprechen soll.
Im historischen Ortskern des Luftkurortes wurde der Baumgarten mit seltenen Baum- und Pflanzenarten angelegt. Auf der Freilichtbühne inmitten des Parks finden im Sommer häufig Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Die Petrikirche geht der Sage nach als Sühnekirche auf einen blutigen Mord zurück! Im 12. Jahrhundert führte der Landesherr von Dithmarschen, Graf Rudolf II., ein dem Volke gegenüber rücksichtsloses Regiment. Er hatte bei Burg die Bökelnburg – wahrscheinlich eine wasserumflossene Turmhügelburg – errichten lassen. Doch der verhasste  Graf wurde schließlich im Jahre 1145 durch seine Untertanen hinterrücks gemeuchelt. Dessen Bruder Hartwig, der spätere Erzbischof von Bremen, veranlasste kurze Zeit später den Bau der Kirche, wobei Baumaterial aus der alten Burg genutzt worden sein soll. Fortan musste hier per Anordnung für das Seelenheil des ermordeten, unbeliebten Grafen gebetet werden, so die Überlieferung…
Auf der Burger Au werden in den Sommermonaten Kahnfahrten in originalen Spreewaldkähnen veranstaltet. Die Touren nutzen dabei einen Flusslauf, der vor dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals ein wichtiger Verkehrs- und Handelsweg war.


Sehenswertes:

Historischer Ortskern
Baumgarten
Petrikirche
Naturerlebnisraum mit Waldmuseum und Aussichtsturm
Burger Museum





Hochdonn

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ie noch recht junge Gemeinde Hochdonn war bis zum Bau des damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanals genannten Nord-Ostsee-Kanals rein landwirtschaftlich geprägt. Ihre Selbstständigkeit erhielt sie erst 1934, als die Kirchspielslandgemeinde Süderhastedt aufgelöst wurde. Am Kanal ist inzwischen ein Hafen entstanden und eine imposante, 2.200 m lange Eisenbahnhochbrücke überspannt nun in einer Höhe von 42 m die meistbefahrenste künstliche Wasserstraße der Welt. Die Brücke ist das Wahrzeichen Hochdonns und ziert auch das Gemeindewappen. Erbaut wurde sie zwischen 1915 und 1920 als Teil der Eisenbahnlinie Hamburg – Westerland. Mit ‚Klein Westerland‘ besitzt die Gemeinde sogar einen eigenen und im Sommer sehr beliebten Sandstrand – die einzige Badestelle am gesamten NOK!

Sehenswertes:
 

Eisenbahnhochbrücke
Mühle Aurora
Badestelle Klein Westerland
Geestrandkanal





Schafstedt

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ie kleine Gemeinde Schafstedt besitzt einen ausgesprochen ländlichen Charakter. Seit ungefähr 1200 gehörte sie bis 2008 zum Kirchspiel Albersdorf und seitdem zum Amt Mitteldithmarschen. Seit der Auflösung der Kirchspielsgemeinde Albersdorf ist Schafstedt als Gemeinde eigenständig. Der Ort liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal und leitet sich vom Namen her wahrscheinlich von ‚Stätte der Schafe‘ ab – möglicherweise aber auch von ‚Skafa‘ (Schiff). Das älteste Gebäude der Gemeinde ist das Heddehaus. Es wurde 1798 errichtet und nach der einflussreichen Familie Hedde benannt, die das Haus einst erbaute und bis in das 19. Jahrhundert hinein bewohnte.

Sehenswertes:
 

Heddehaus




Albersdorf

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andschaftlich reizvoll in der sanft hügligen Geest und direkt am Nord-Ostsee-Kanal gelegen, befindet sich der Luftkurort Albersdorf. Der ehemalige Hauptort der gleichnamigen Kichspielslandgemeinde ist ein beliebtes Ausflugsziel in Dithmarschen. Besondere Anziehungspunkte sind der Steinzeitpark im Naturerlebnisraum Gieselautal sowie das Museum für Archäologie und Ökologie mit seiner Ausstellung ‚Mensch und Umwelt in der Geschichte‘. Der Steinzeitpark versucht, die Kulturlandschaft der Jungsteinzeit zu rekonstruieren und mehrere archäologische Denkmäler und Großsteinzeitgräber darin zu integrieren. Gemeinsam mit dem über 5000 Jahre alten Großsteingrab im Papenbusch gibt es hier in Albersdorf also eine Menge spannende frühgeschichtliche Sachen zu entdecken. Die Gieselau fließt durch ein von den Eiszeiten geformtes, hübsches Tal. Das sumpfige Landschaftsschutzgebiet ist ein Refugium von seltenen Vögeln, wie beispielsweise dem Eisvogel, und ist dennoch mit Wanderwegen gut erschlossen. Beliebt bei Wanderern und Spaziergängern ist auch der Ochsen- oder Heerweg im Osten der Gemeinde, der an den einst florierenden Dithmarscher Ochsenhandel erinnert. Bei Albersdorf ist der historische Pfad noch im ursprünglichen Zustand erhalten. Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel ist der Kaiserberg, ein bronzezeitlicher Grabhügel mit seinem 36 m hohen Aussichtsturm, von dem man bis zu den Kanalschleusen von Brunsbüttel schauen kann.


Sehenswertes:

Kirche St. Regimius
Bürgerhaus
Kaiserberg mit Aussichitsturm
Wassermühle und Mühlenteich
Albersdorfer Steinzeitpark Dithmarschen und Naturerlebnisraum Gieselautal
Großsteingrab im Papenbusc
Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen
Stellwerkmuseum



Bunsoh

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as Dorf Bunsoh liegt auf der Dithmarscher Geest und ist seit 1984 selbstständig. Doch schon in der Jungsteinzeit war das waldreiche Gebiet besiedelt gewesen. Mehrere Megalithgräber wurden aus dieser Zeit entdeckt, darunter das ‚Großsteingrab von Bunsoh‘, das auf die Zeit zwischen 3500 und 2800 v.Chr. datiert wird. Als Grabbeigaben wurden Keramiken und Werkzeuge aus Feuerstein gefunden. Ein weiterer bedeutender archäologischer Fund war die ‚Moorleiche von Bunsoh‘, die auf ein Alter von rund 1.400 Jahren geschätzt wurde.

 

Sehenswertes:
 

Großsteingrab von Bunsoh





Hanerau-Hademarschen

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ie Gemeinde Hanerau-Hademarschen ist eng verknüpft mit dem Namen des großen Dichters Theodor Storm (1817-1888). Der bedeutende Schriftsteller und Lyriker hatte sich 1880 nach Hanerau-Hademarschen zurückgezogen und ist hier schließlich auch gestorben. Er ließ sich an der Hauptstraße ein Villa errichten, in der seine Altersnovellen, darunter auch sein bekanntestes Werk ‚Der Schimmelreiter‘ entstanden. Storm gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des poetischen Realismus und dementsprechend trifft man in Hanerau-Hademarschen überall auf seine Spuren. Vor dem Amtsgebäude steht ein Storm-Gedenkstein und auf dem Waldfriedhof wurde 1993 eine Gedenkstatue aufgestellt, wo Theodor Storm als Figur – wie zu seinen Lebzeiten – nahe des Grabes seiner Eltern auf einer Bank verweilt. Nicht weit entfernt vom Waldfriedhof steht das Gut Hanerau, das auf eine Burg aus dem 12. Jahrhundert zurückgeht. Das Herrenhaus wurde 1837 im klassizistischen Stil fertig gestellt. Auch das Heimatmuseum besitzt natürlich eine Storm-Stube mit zahlreichen Erinnerungsstücken und einer umfangreichen Bibliothek. Darüber hinaus zeigt das Museum eine Ausstellung zur Geschichte der Heimatvertriebenen, eine Dokumentation zum nahen Nord-Ostsee-Kanal sowie ein historisch eingerichtetes Klassenzimmer.

Sehenswertes:
 

Gutshaus Hanerau
Heimatmuseum mit Storm-Stube
Storm-Statue auf dem Hanerauer Waldfriedhof
Steingrab auf den Hademarscher Bergen
Wassermühle Hanerau
Grüntaler Hochbrücke mit Aussichtsplattform





Lütjenwestedt

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rüher lag Lütjenwestedt auf einer bewaldeten Geestinsel, umgeben von großen Moorflächen. Heute ist die Umgebung sehr ländlich geprägt. Im Ortszentrum der 1447 erstmals erwähnten Gemeinde steht eine Doppeleiche, die die beiden Landesteile Schleswig und Holstein symbolisieren soll. Schließlich sind doch beide Gebiete inzwischen untrennbar miteinander verbunden!

Sehenswertes:
 

Doppeleiche





Todenbüttel

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ie kleine Gemeinde im Amt Mittelholten ist ein typisches schleswig-holsteinisches Bauerndorf, das inzwischen aber auch von vielen Bürgern als Wohnort genutzt wird. Die evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche im Ortszentrum wurde erst zwischen 1861 und 1863 erbaut. Nur wenig später, im Jahre 1877, entstand die Windmühle ‚Senta‘. Der einstöckige Gallerieholländer besitzt zwar noch Segelflügel und eine Windrose, wird aber heute nur noch als Wohngebäude genutzt.

Sehenswertes:
 

Windmühle ‚Senta‘
Dreieinigkeitskirche Tostedt





Breiholz

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as Dorf gehört heute zum Amt Hohner Harde, geographisch jedoch eigentlich zu Holstein. Reizvoll zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal gelegen, ist die 1447 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde überwiegend landschaftlich geprägt. Eine Vielzahl ausgewiesener Wege für Radfahrer, Wanderer und Reiter führen durch Breiholz, das durch den Nord-Ostsee-Kanal in zwei Teile getrennt wurde. Auf dem Kanal startet hier die jährliche Ruderregatta ‚Hanse Cup‘. Das Ziel der internationalen Wettfahrt ist Rendsburg.
Westlich von Breiholz verbindet sich der 2,8 km lange Gieselaukanal Untereider und der Nordostseekanal. Der Kanal und die zugehörigen Schleuse mit der Klappbrücke entstanden 1936/37. Die Wasserstraße wird  überwiegend von Sportbooten genutzt. 

 

Sehenswertes:
 

Gieselaukanal und Gieselauschleuse mit Klappbrücke





Nübbel

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itten in Schleswig-Holstein, zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal liegt die Gemeinde Nübbel. Im Jahre 1331 wird erstmals ein Ritter van Nubile erwähnt und so nimmt man diese Jahreszahl auch als erstmalige urkundliche Nennung der Gemeinde an. Nübbel wurde in seiner Geschichte durch die Landwirtschaft und den Holzschiffbau geprägt. Zeitweilig waren hier sieben Werften nebeneinander angesiedelt. Doch 1914 fand der letzte Stapellauf statt und auch die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich stark dezimiert. Viele Einwohner nutzen Nübbel nur noch als Wohnort. In der 1904 am Ortsausgang erbauten Windmühle ‚Anna‘ ist heute ein Heimatmuseum untergebracht, das auch auf die Geschichte Nübbels als bedeutender Holzschiffbaustandort tiefer eingeht. Zum Heimatmuseum gehört auch die noch voll funktionsfähige Museumsschmiede.

Sehenswertes:
 

Windmühle ‚Anna‘ mit Heimatmuseum und Museumsschmiede





Fockbek

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ie ehemals rein landwirtschaftlich geprägte Gemeinde vor den Toren Rendsburg entwickelte sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Wohngemeinde mit zahlreichen Gewerbegebieten. Die hier angesiedelten Hobby-Wohnwagenwerke sind der größte Wohnwagenhersteller weltweit. Sie stellen auch die meisten Arbeitsplätze im Ort. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich zwar erst im Jahre 1196, dennoch wurde das moorreiche Gebiet bereits in der Steinzeit besiedelt. Bei Fockbek gab es einst einen wichtigen Übergang durch die Eider: die Grönsfurth. Hier fanden im Mittelalter über 800 Friedensverhandlungen zwischen den Wikingern und den Franken statt. Ein Gedenkstein erinnert heute an diese historischen Zusammenkünfte an der Grenzfurth. Der heutige Grünsfurther Weg entspricht dem geschichtlichen Ochsenweg. Auf dem Handelsweg wurden einst die Ochsen über die Eider getrieben, bevor eine erste Brücke bei Rendsburg erbaut wurde.

Sehenswertes:
 

Fockbeker Moor
Historischer Ochsenweg und Grönsfurth
Armensee





Rendsburg

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ie 800jährige ehemalige Festungs- und Garnisonsstadt liegt eingebettet zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal in zentraler Lage mitten in Schleswig-Holstein. Das Wahrzeichen, die zwischen 1911 und 1913 erbaute Eisenbahnhochbrücke, ist schon von weitem zu sehen, denn die ‚Eiserne Lady‘ überspannt mit einer Höhe von 42 Metern den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrenste künstliche Wasserstraße der Welt. Der Stahlkoloss wiegt über 17.000 Tonnen und wird von über 3 Mio. Nieten zusammengehalten. Die Brücke ist Teil der Eisenbahnlinie zwischen Flensburg und Köln und besitzt eine Aussichtsplattform, von der man einen weiten Blick über den Kanal und die Kreisstadt hat. Mit ihren Anfahrtsrampen, die erforderlich sind, damit die Züge die notwendige Höhe erreichen, um den Kanal zu passieren, ist die Hochbrücke insgesamt 7,5 km lang. An ihrer Unterseite hängt mit der Schwebefähre eines der bedeutendsten Technikdenkmäler Deutschlands. Im Viertelstundentakt wird die an 12 Stahlseilen befestigte Fähre über den Kanal getragen. Die Überfahrt ist sowohl für Autos als auch für Fahrradfahrer und Fußgänger kostenlos. In ihrer Form ist die Schwebefähre weltweit einmalig.
Die ‚Blue Line‘, eine auf den Boden aufgepinselte blaue Linie, verbindet auf einer 3,2 km langen Wegstrecke alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Offizieller Startpunkt ist das historische Rathaus von 1566 am Altstädter Markt, aber man kann den Rundkurs auch an jedem anderen beliebigen Punkt beginnen. Der Weg führt vorbei am stolzen Paradeplatz mit seinen repräsentativen Bauten aus dem 17. Jahrhundert, der St. Marienkirche und durch die reizvolle Innenstadt mit ihren alten Bürgerhäusern und den engen Gassen.
Obwohl Rendsburg im Binnenland zwischen Nord- und Ostsee liegt, ist die Stadt von der Schifffahrt geprägt. Der Hafen am Nord-Ostseekanal ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. An der Schiffsbegrüßungsanlage wird den Gästen von alten Seebären alles über die vorbeifahrenden Ozeandampfer erklärt. Jedes Schiff wird hier mit seiner Nationalhymne empfangen. Lohnenswert ist auch eine Ausflugsfahrt vom Obereiderhafen. In den Sommermonaten werden regelmäßig Fahrten in die Landeshauptstadt Kiel angeboten.
Rendsburg besitzt eine breit gefächerte Museumslandschaft: vom Historischen Museum und dem Druckmuseum im Kulturzentrum, über das Jüdische Museum in der alten Synagoge von 1845, das Museumsstellwerk ‚Rn‘, das Schifffahrtsarchiv bis hin zu Deutschlands erster Whiskygalerie reicht das kulturelle Angebot.

Sehenswertes:
 

Eisenbahnhochbrücke ‚Eiserne Lady‘
Schwebefähre
Schiffsbegrüßungsanlage
Historisches Rathaus und Altstädter Markt
Paradeplatz
Stadtsee und Stadtpark
Schifffahrtsarchiv
Kulturzentrum mit Historischen Museum und Druckmuseum
Jüdisches Museum
Museumsstellwerk ‚Rn‘
Krügers Whiskygallerie
St. Marienkirche
Obereiderhafen





Westerrönfeld

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as einstige Fischer- und Bauerndorf war ehemals von großen Heideflächen umgeben, von denen allerdings nur noch wenige erhalten geblieben sind. Westerrönfeld lag an einer Eiderfurt und am Ochsenweg, eine viel genutzte Handels- und Heerstraße. Hier fand 1145 die Schlacht bei Scullebi statt, bei der sich die Dänen mit den Holsteinern bekriegten. Wahrscheinlich hat es das Dorf Westerrönfeld zu dieser Zeit aber noch gar nicht gegeben. Eine erstmalige schriftliche Erwähnung findet sich erst im Jahre 1450. In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich der Ort immer mehr zu einer Wohngemeinde. Viele Einwohner wechseln zum Arbeiten einmal die Nord-Ostsee-Kanal-Seite nach Rendsburg. Neben dem 1695 eröffneten Judenfriedhof mit seiner Zufahrtsallee und seinen 140 Grabsteinen, von denen noch einige noch auf dem 18. Jahrhundert stammen, ist die 1760 erbaute ehemalige Rauchkate mit ihrem reetgedeckten Walmdach das einzige eingetragene Kulturdenkmal der Gemeinde.

Sehenswertes:
 

Judenfriedhof
Ehemalige Rauchkate





Schülp bei Rendsburg

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ls ehemaliger Grenzort zwischen Schleswig und Holstein lag Schülp an der Eider und später am begradigten Eiderkanal. Heute trennt der Nord-Ostsee-Kanal die kleine Gemeinde in zwei Hälften. Da es seit den 1970er Jahren keine Fährverbindung mehr gibt, ist es zuweilen etwas umständlich, von einem Ortsteil in der anderen zu gelangen. Bei Kilometer 55 liegt die bekannte Lotsenstation, an der die in Kiel oder Brunsbüttel zugestiegenen Lotsen abgelöst werden. Die enge Kanalpassage ist gerade für große Ozeanpötte so schwierig, dass sie von erfahrenen Lotsen begleitet werden müssen. Bei der Ablösung geht zuweilen recht spektakulär zu, denn die Schiffsbegleiter klettern teilweise über Strickleitern bei voller Fahrt die riesige Bordwand hinab in das kleine orangene Lotsenboot. Unweit der Station befindet eine 10 Meter hohe Sanddüne. Der Rüsterberg ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Oben hat man einen prächtigen Ausblick über die Eiderniederung und den NOK.
Im Jahr 1712 wurde nahezu das ganze Dorf bis auf zwei Familien von der Pest hinweggerafft. Der damals angelegte Pestfriedhof, der immer noch genutzt wird, zeugt noch heute von dieser Tragödie.

 

Sehenswertes:
 

Heimatmuseum mit Preußischem Standesamt
Lotsenstation Rüsterbergen
Sanddüne Rüsterberg
Pestfriedhof
Moltkestein
Flugplatz Rendsburg-Schachtholm





Jevenstedt

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evenstedt besitzt als Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes noch immer einen dörflichen Charakter. Schon während der Eisenzeit war die Gegend der heutigen Gemeinde nachweislich besiedelt. Erstmals erwähnt wurde der Ort als ‚Gjievenstedt‘ im Jahre 1190, als das gesamte Umland noch von Wäldern geprägt war. Auch die Kirchengemeinde wurde wohl schon im 12. Jahrhundert gegründet, wobei das erste Gotteshaus offenbar eine Holzkirche war. Dennoch sind die ältesten Teile der St. Georgkirche noch aus dem Mittelalter. In der Folgezeit wurde sie aber mehrfach aus- und umgebaut. Ihren Namen erhielt sie übrigens erst 2009. In ihrer Geschichte wurde Jevenstedt mehrfach von hochrangigen Personen besucht, darunter vom dänischen König Christian II. (1559), Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, besser bekannt als Wallenstein während des Dreißigjähriges Krieg oder Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III. (1864).

Sehenswertes:
 

Kirche St. Georg
Ehemalige Kirchspielvogtei


 



Osterrönfeld

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egenüber von Rendsburg liegt, vom Nord-Ostseekanal im Norden begrenzt, die Gemeinde Osterrönfeld. Sie ist die größte Gemeinde des Amtes Eiderkanal und gehört als Wohngemeinde zum Wirtschaftsraum Rendsburg. Der Ort besitzt eine eigene Hafenanlage mit einer 300 m langen Kaianlage und zwei mobilen Kränen. Größter Anziehungspunkt ist aber die 1913 fertig gestellte Eisenbahn-Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal, die eine an zwölf Drahtseilen angehängte, unter Denkmalschutz stehende Schwebefähre trägt und Osterrönfeld mit der Kreisstadt Rendsburg verbindet. Auch die NOK-Route führt über diese in Europa einzigartige Fähre und als Radtourist muss man diese Attraktion einfach einmal miterlebt haben.

Sehenswertes:
 

Schwebefähre
Eisenbahnhochbrücke
Wildes Moor





Schacht-Audorf

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ie Rendsburger Nachbargemeinde liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Sie wuchs aus den beiden kleinen Geestdörfern „Schachte“ und „Ordorpe“ zusammen. Schacht wurde erstmals bereits im Jahre 1330 erwähnt. Heute ist das ehemalige Bauerndorf industriel geprägt. Der Wandel zum Industriestandort begann mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal. Nun siedelten sich hier ein Teilwerk der Eisenhütte Holstein, die Krögerwerft, zwei größere Steinfabriken, verschiedene Holzbetriebe und die einzige Gongfabrik  der Bundesrepublik an. Schacht-Audorf wuchs innerhalb kurzer Zeit um das Dreifache. Heute ist die Lürssen-Werft der größte Arbeitgeber in der Gemeinde. Als der damalige Kaiser-Wilhelm-Kanal um 1910 begradigt wurde, entstand der so genannte Rader Durchbruch und als Teil der Gemarkung Schacht-Audof die vorgelagerte Rader Insel. Im Dachgeschoss der Gemeindeverwaltung befindet sich das Dorfmuseum. Die heimatkundliche Sammlung zeigt Ausstellungsstücke aus Haushalt, Handwerk, Landwirtschaft, Schule und Kirche, die das dörfliche Leben im Wandel der Zeit dokumentiert.

Sehenswertes:
 

Dorfmuseum





Büdelsdorf

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ördlich an die Kreisstadt Rendsburg angrenzend, liegt direkt an der Eider und direkt am zum Nord-Ostsee-Kanal gehörenden Audorfer See die Stadt Büdelsdorf. Sie ist noch eine sehr junge Stadt. Erst am 1. Januar 2000 wurde der Gemeinde das Stadtrecht verliehen. Auch das Ortszentrum mit Rathaus, Bürgerhaus und Marktplatz waren erst Mitte der 1980er Jahre neu entstanden. Wirtschaftlich wurde die Gemeinde lange von der Carlshütte dominiert. Die 1827 gegründete Eisengießerei bot zeitweilig über 2.500 Beschäftigten Arbeit. Doch 1997 meldete der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel endgültig Konkurs an. Inzwischen präsentiert das Eisenkunstgussmuseum viele der hier entstandenen Erzeugnisse in einer interessanten ständigen Ausstellung. Auf dem Gelände der alten Hütte entstand zudem das ‚Kunstwerk Carlshütte‘ mit seinen vielfältigen Spiel- und Präsentationsstätten, das sich als Initiative zur Aufgabe gemacht hat, Kunst und Kultur zu fördern. In den Sommermonaten findet hier mit der NordArt eine der größten zeitgenössischen Kunstaustellungen Europas statt.

 

Sehenswertes:
 

Eisenkunstguss-Museum
Kunstwerk Carlshütte
Obereiderhafen





Borgstedt

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ls in den Jahren 1912 bis 1914 der Nord-Ostsee-Kanal bei Borgstedt begradigt wurde, entstand zwischen dem alten und dem neuen Kanalbett die Rader Insel sowie der 51 ha große Borgstedter See. Am westlichen Ende der ursprünglichen Kanaltrasse befindet sich die Borgstedter Enge, die den See mit dem heutigen Kanal verbindet.
Der Ort Borgstedt liegt am Rande der Hüttener Berge direkt an der Eider und dem Nord-Ostsee-Kanal. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde unter den Grafen von Holstein erstmals besiedelt. Aber erst im letzten Jahrhundert wurde aus dem bäuerlich geprägten Dorf eine moderne Wohn- und Arbeitsgemeinde. Die Landschaft am Eiderarm bietet vielfältige Möglichkeiten der Naherholung.

Sehenswertes:
 

Borgstedter See mit Borgstedter Enge





Sehestedt

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n Sehestedt treffen die Eider und der Nord-Ostsee-Kanal aufeinander. Hier teilt die meist befahrenste künstliche Wasserstraße der Welt den alten, schon 1282 erstmals urkundlich erwähnten Ort. Eine kostenlose Kanalfähre verbindet die beiden Dorfhälften. Im Haus der Geschichte wird die Entwicklung der Gemeinde ausführlich beschrieben. Auf der Nordseite des Nord-Ostsee-Kanals thront über der Wasserstraße die spätromanische Feldsteinkirche Peter und Paul. Ihre Erbauung wird auf die Zeit um 1200 geschätzt, womit sie älter wäre als die umliegenden Gotteshäuser. Südlich vom Kanal befindet sich mit dem Gut Sehestedt eines der ältesten Rittergüter des alten Herzogtums Schleswig. Das heutige Herrenhaus stammt zwar erst von 1728, doch schon vorher hatte an gleicher Stelle eine Wasserburg gestanden. Die Gräben waren allerdings bereits im 19. Jahrhundert zugeschüttet worden.

 

Sehenswertes:
 

St. Peter und Paul Kirche
Gut Sehestedt
Dorfmuseum Sehestedt ‚Haus der Geschichte‘ im Pastorat
Kleines Museum





Bovernau

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och heute ist der alte Dorfkern Bovenaus, der sich um die Maria-Magdalenen-Kirche, den Kirchhof, dem Pastorat und dem ehemaligen Kirchspielkrug gruppiert, als historisches Ensemble erhalten. Das Kirchdorf wurde 1240 erstmals urkundlich erwähnt. Tatsächlich wurde diese Gegend bereits in der Bronzezeit besiedelt. Eines der zerstörten Hügelgräber aus dieser Zeit hat man am Ortsrand rekonstruiert. Die Maria-Magdalena-Kirche geht auf die Stiftung des Grafen Adolf IV. von Schauenberg zurück, der sie nach der gewonnenen Schlacht bei Bornhöved im Jahre 1227 stiftete. Ihren hölzernen Kirchturm erhielt sie allerdings erst im späten 18. Jahrhundert. Auffällig ist die große Anzahl von historischen Gütern, von denen die Geschichte des Gutes Kluvensiek bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Unweit des Gutes sind noch Fragmente des ehemaligen Eiderkanals sowie die alte Schleuse Kluvensiek mit ihrer Klappbrücke erhalten. Der Eiderkanal war der Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals und wurde im 18. Jahrhundert noch vom dänischen König erbaut.

Sehenswertes:
 

Maria-Magdalenen-Kirche
Eider-Kanal-Schleuse Kluvensiek
Gut Kluvensiek
Gut Dengelsberg
Gut Georgenthal
Gut Osterrade
Gut Steinwehr
Rekonstruiertes bronzezeitliches Hügelgrab





Melsdorf

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as Dorf wurde 1304 erstmals als ‚Miltigestorpe‘ erwähnt. Schon damals hatte es eine Wassermühle an der Melsdorfer Au gegeben. Der kleine Ort gehörte bis 1899 zum Gut Quarnbek und wurde danach selbstständig. Das einzige denkmalgeschützte Kulturdenkmal der Gemeinde ist eine ehemalige Rauchkate in der Dorfstraße.

Sehenswertes:
 

Rauchkate





Kronshagen

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ährend die meisten selbstständigen Randgemeinden Kiels inzwischen als Stadtteile eingemeindet sind, blieb Kronshagen am westlichen Rand der Landeshauptstadt bis heute eigenständig. Das 1271 erstmals erwähnte Dorf hatte Ende des 19. Jahrhunderts gerade einmal gut 400 Einwohner, heute sind es rund 12.000. Grund für die enorme Zunahme der Bevölkerung war die Expansion der Marinestadt Kiel zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
Mit einer Größe von über 39 ha besitzt Kronshagen den größten Friedhof Schleswig-Holsteins. Der Friedhof Eichhof war im Jahr 1900 eingeweiht worden. Besonders sehenswert ist das im neoklassizistischen Stil errichtete Mausoleum der Familie Martius.

Sehenswertes:
 

Friedhof Eichhof mit Mausoleum der Familie Martius





Krummwisch

I
n der kleinen, landwirtschaftlich geprägten Gemeinde sind noch anderthalb Kilometer des alten Eiderkanals, eine alte Holländerklappbrücke und eine Schleuse erhalten. Der Eiderkanal entstand um 1780 auf Initiative des dänischen Königs und war der Vorläufer des heutigen Nord-Ostsee-Kanals. Zu seiner Zeit war der Eiderkanal die tiefste aller künstlichen Wasserstraßen und zählte zu den bedeutendsten Wasserbauwerken der Welt. Heute wirken die wenigen noch erhaltenen Wasserläufe eher beschaulich und verträumt. Damals aber wurden fast 100 Jahre lang auf dem Kanal die verschiedenste Güter transportiert. Sechs Schleusen halfen, die Wasserhöhe zu regulieren. Die Königsförder Schleuse und die dazugehörige Holländerklappbrücke sind Relikte dieser längst vergangenen Epoche und stammen noch aus der Erbauungszeit des Eiderkanals. Nach einer umfangreichen Renovierung sind die historischen Bauwerke noch immer funktionsfähig.
Krummwisch selber war Teil des Gutsbezirkes Groß Nordsee. Das Gut wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt und im 19. Jahrhundert als bedeutendes Mustergut geführt. Nach einem Großbrand Mitte des letzten Jahrhunderts wurden auch die verbliebenen Reste abgetragen. Die Bezeichnung ‚Nordsee‘ bezieht sich auf den Flemmhuder See, der früher einmal so genannt wurde. Direkt am Nord-Ostsee-Kanal liegt ein weiterer alter Gutshof. Im Gut Klein Königsförde, dass früher einmal auch zum Gut Groß Nordsee gehörte, ist heute ein Café untergebracht.

Sehenswertes:
 

Eiderkanalschleuse Klein-Königsförde mit Holländerklappbrücke
Gut Klein Königsförde





Quarnbek

D
ie ländliche Gemeinde besteht aus mehreren relativ weit auseinander liegenden Ortsteilen. Das Zentrum ist heute in Strohbrück angesiedelt. Quarnbrück liegt am Nord-Ostsee-Kanal, der bei Landwehr mit einer Fähre überquert werden kann. Neben dem alten Eiderkanal, auf dem schon im 18. Jahrhundert Güter zwischen der Nord- und der Ostsee transportiert wurden, durchfließt auch der Achterwehrer Schifffahrtskanal das Gemeindegebiet. Der unter Denkmalsschutz stehende Kanal mit seiner Schleuse entstand 1913 als Verbindung zwischen Nord-Ostsee-Kanal und den Ortschaften Achterwehr und Flemmhude. Die St.-Georg-und-Mauritius-Kirche in Flemhude wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Bis heute ist die Feldsteinkirche äußerlich nahezu unverändert erhalten geblieben. Zu ihrer Ausstattung gehören ein romanisches Taufbecken und ein barocker Altar. Das privat genutzte Gut Quarnbeck geht auf eine alte Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert zurück, die aber im 19. Jahrhundert abgetragen wurde. 1903 war das neue Herrenhaus dann fertig gestellt worden. Das Torhaus von 1671 war zuvor dem Abriss entgangen. Der idyllische 90 ha große Flemhuder See war ursprünglich ein Eidersee, der früher einmal Nordsee genannt wurde. Daher rühren noch die Bezeichnungen der Güter ‚Groß Nordsee‘ und ‚Klein Nordsee‘ im Nachbardorf Krummwisch.

Sehenswertes:
 

Gut Quarnbek
Flemhuder See
St.-Georg-und-Mauritius-Kirche in Flemhude





Schinkel

D
ie ländlich geprägte Streusiedlung am Nord-Ostsee-Kanal liegt rund 20 Kilometer westlich von Kiel. Die zum Kirchspiel Gettorf gehörende Gemeinde dient vielen in Kiel arbeitenden Einwohnern als Wohnort. Mit der Kanalfähre Landwehr kann man schnell den Nord-Ostsee-Kanal überqueren, um in die Landeshauptstadt zu gelangen.
Das Gut Rosenkranz geht auf eine alte Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert zurück. 1791 wurde diese durch das heutige Herrenhaus ersetzt, das im späten 19. Jahrhundert zur heutigen geschlossenen Hofanlage ausgebaut wurde. Sehenswert ist das 1895 nach Vorbild der italienischen Renaissance erbaute Tor, das mit Säulen flankiert und mit Pferdeköpfen geschmückt ist.

Sehenswertes:
 

Gut Rosenkrantz
Alter Eider-Kanal





Lindau (bei Kiel)

I
m grünen Herzen Schleswig-Holsteins liegt bei Kiel die Gemeinde Lindau. Sie besteht aus den drei Dörfern Großkönigsförde, Lindau und Revensdorf sowie mehreren kleineren Siedlungen. Der Ort liegt am Nord-Ostsee-Kanal und an der Lindauer Mühlenau.
Das Herrenhaus Lindau wurde 1720 als Hauptgebäude des Schlosses Lindau erbaut. Umgeben von einer großzügigen Parkanlage dient es heute als Alten- und Pflegeheim. Als Zwischenhalt an der NOK-Route lädt der Rastplatz bei Großkönigsförde am Teufelsstein (im niederdeutschen auch Düvelstein genannt) ein. Der riesige Gesteinsbrocken ist der größte Findling Schleswig-Holsteins. Einst wurde er durch den Teufel höchstpersönlich auf die St.-Jürgen-Kirche in Gettorf geschleudert, da dieser mit dem Bau des Gotteshauses überhaupt nicht einverstanden war. Doch der Höllenfürst hatte  daneben gezielt! Der Turm der Kirche im Nachbarort verzog sich allerdings durch den starken Luftzug und steht seitdem schief, so die Sage… . Der Stein blieb indessen an seiner heutigen Stelle liegen.

Sehenswertes:
 

Herrenhaus Lindau
Teufelsstein bei Großkönigsförde





Gettorf

D
ie Dänische Wohld ist eine Halbinsel zwischen Nord-Ostsee-Kanal, Eckernförder Bucht und Kieler Förde. Mitten in dieser reizvollen Jungmoränenlandschaft liegt die Gemeinde Gettorf. Ihre Gründung geht wahrscheinlich in die Wikingerzeit um 900 n.Chr. zurück, da der Ort an der Kreuzung zweier bedeutenden Handelswegen lag. Im Zentrum der heutigen Gemeinde steht die mittelalterliche St.-Jürgen-Kirche mit ihrem auffällig schiefen Turm. Einer alten Sage nach hatte der Teufel aus Wut über den Bau des Gotteshauses einen Stein gegen die Kirche geschleudert, diese aber knapp verfehlt. Doch aufgrund des heftigen Windzuges, die der Gesteinsbrocken ausgelöst hatte, verzog sich der Kirchturm zu seiner heutigen, schiefen Neigung. Die Teufelsstatue am Alexanderplatz erinnert an diese Legende. Der 64 m hohe Turm, den man schon von weitem erkennen kann, diente 1864 im deutsch-dänischen Krieg als Beobachtungsposten. Neben der Kirche gilt die Windmühle mit dem hübschen Namen ‚Rosa‘ als Wahrzeichen Gettorfs. Sie wurde 1869 erbaut und war bis 1946 in Betrieb. Heute beherbergt sie die örtliche Bücherei. Direkt daneben befinden sich das Rathaus und das Heimatmuseum. Eine bekannte Attraktion Gettorfs ist Bumanns Tierpark mit seiner großen Anzahl verschiedener Affenarten. In begehbaren Gehegen und weitläufigen Freifluganlagen haben 850 Tiere aus 150 Arten ein Zuhause gefunden.

Sehenswertes:
 

St. Jürgen-Kirche
Tierpark Gettorf
Heimatmuseum
Gettorfer Windmühle (Mühle ‚Rosa‘)





Neuwittenbek

D
ie kleine ländliche Gemeinde am Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals gehört zum Amt ‚Dänischer Wohld‘ und zum Kreis Rendburg-Eckernförde. Erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, gehörte das Dorf seit dem 16. Jahrhundert bis 1876 zum Gut Warleberg. Heute zählt das 1305 erstmals genannte Gut zur Gemeinde Neuwittenbek und wird als Obsthof und als Restaurant genutzt. In den Sommermonaten kann man hier selber Obst pflücken oder auf der Terrasse den Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal beobachten.
Die Hochbrücke im Ortsteil Levensau ist das letzte noch aus der Bauzeit des Nord-Ostsee-Kanals stammende Brückenbauwerk. In der 1894 fertiggestellten Brücke befindet sich die größte bekannte Winterschlafgemeinschaft von Fledermäusen in Deutschland. Von November an überwintern hier tausende von ‚Großen Abendseglern‘, einer der größten Fledermausarten Mitteleuropas.

 

Sehenswertes:
 

Gut Warleberg
Hochbrücke in Levensau




Altenholz

N
och bis 1933 war der Gemeindename von Altenholz ‚Klausdorf‘ gewesen. Der Ort auf der Halbinsel Dänischer Wohld gehörte zuvor zum Amtsbezirk Knoop. Doch als 1928 die Gutsbezirke Knoop, Projensdorf und Stift aufgelöst wurden, integrierte man diese in die Gemeinde Altenholz. Alle drei Gutshäuser sind noch erhalten. Gut Knoop, erstmals 1322 erwähnt, thront etwas erhöht über dem Nord-Ostsee-Kanal und geht auf eine sächsische Wasserburg zurück. Das zweigeschossige klassizistische Herrenhaus entstand zwischen 1792 und 1796 und wurde auf den unmittelbar vorbeifließenden Eiderkanal, der hier auch eine Staustufe besaß, ausgerichtet. Gleich auf der anderen Seite des Kanals steht das Herrenhaus vom Gut Projensdorf, dass sogar noch etwas älter ist: schon im 11. Jahrhundert wurde das Anwesen zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals wurde das Gutsgelände geteilt, umfasst aber immer noch rund 90 ha. Die Gutsanlage Stift, das dritte der Altenholzer Güter, steht im Ortskern von Altenholz-Stift. Das repräsentative, zweigeschossige Herrenhaus wurde 1919/20 weitgehend erneuert. Nordwestlich der Güter Knoop und Projensdorf ist neben einem kleinen Stück des ehemaligen Eiderkanals noch die ehemalige Rathmannsdorfer Schleuse erhalten. Hinter dem sanierten Bauwerk endet auch das Fragment der historischen Wasserstraße.

Sehenswertes:

 

Gut Knoop
Gut Projensdorf
Gut Stift
Alter Eiderkanal mit Rothmannsdorfer Schleuse



Kiel

D
ie schleswig-holsteinische Landeshauptstadt an der Ostsee besticht mit maritimen Charme und jugendlichem Flair. Wie keine andere deutsche Großstadt wird die Fördestadt von Hafen und Meer geprägt. Schließlich wurde Kiel hufeisenförmig um die Förde angelegt und umschließt damit quasi eine Bucht der Ostsee. Auf einer Schiffstour mit den Föhrde-Fährlinien kann man diese Atmosphäre auf dem Naturhafen Kieler Föhrde, der einer der wichtigsten Seehäfen an der Ostsee darstellt, erleben. Aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist die Kiellinie, die Promenade am Westufer der Kieler Förde mit seinen wechselnden Ausblicken, gut zu erkunden. Mit der Kieler Woche findet hier alljährlich ein bedeutendes und überregional bekanntes Segelereignis statt.
Kiel wurde um 1240 von Graf Adolf IV. von Holstein gegründet und erhielt bereits wenig später das Stadtrecht verliehen. Obwohl Kiel schon früh dem Hansebund beitrat, blieb die Stadt in der Bedeutung als Handelsstandort zunächst hinter Lübeck und Flensburg zurück. Zwischen 1806 und 1815 gehörte Kiel staatsrechtlich sogar eine kurze Zeit zu Dänemark.
An der Förde befindet sich mit dem Tirpitzhafen einer der bedeutendsten Stützpunkte der Deutschen Marine, der bereits als Preußischer Kriegshafen im 19. Jahrhundert ausgebaut wurde. Wenn man Glück hat, kann man hier die ‚Gorch Fock‘, das berühmte deutsche Segelschulschiff, neben anderen Marineschiffen vor Anker liegen sehen. Daneben lädt die Seebadeanstalt Düstenbrook zu einem Bad in der Ostsee ein. Die alte Marineakademie ist heute Sitz der Schleswig-Holsteiner Landesregierung. Am Ostseekai legen die großen Kreuzfahr- und Fährschiffe an. Gleich daneben befinden sich das Stadt- und Schifffahrtsmuseum mit seinen historischen Klippern sowie der ehemalige Handelshafen, der heute als Yacht- und Bootshafen genutzt wird. Genau gegenüber imponieren die mächtigen Kräne der Howaldtswerke – Deutsche Werft GmbH. Den Endbereich der Kieler Föhrde bildet die ‚Hörn‘, an der die täglich pendelnden Fährschiffe nach Oslo an- und ablegen. Es ist ein Spektakel, wenn diese gigantischen Fähren nahezu lautlos in oder aus dem Hafen gleiten. Weiter nördlich bei Holtenau mutet es am Tiessenkai etwas beschaulicher an. Hier bei den alten Kontorhäusern, dem historischen Packhaus und dem 20 m hohen Holtenauer Leuchtturm legen auch die alten Frachtsegler an und geben dem Kai ein nostalgisches Ambiente. Und hier endet mit dem Nord-Ostsee-Kanal auch die meistbefahrenste künstliche Wasserstraße der Welt und so sieht man in regelmäßigen Abständen, wie riesige Ozeandampfer, Container- und moderne Kreuzfahrtschiffe zum Schleusen in den Kanal einfahren. Die Gebäude an der Kanalstraße entstanden übrigens bereits um 1783 im Zusammenhang mit dem Bau des Eiderkanals. Der international als ‚Kiel-Canal‘ bezeichnete Nord-Ostsee-Kanal wurde erst 100 Jahre später gebaut. Er trennt die beiden Stadtteile Holtenau und Wik. Auf dem Weg in die Innenstadt haben sich acht Museen direkt am Wasser zu den sogenannten ‚Museen am Meer‘ zusammengeschlossen. Die Museumsmeile verbindet das Schifffahrtsmuseum, das Stadtmuseum, die Kunsthalle, die Stadtgalerie, die Antikensammlung, die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung, das Zoologische Museum und die Antikensammlung miteinander. Wer alle Sehenswürdigkeiten Kiels ablaufen möchte, sollte dem Grünen und dem Blauen Weg folgen. Der ‚Blaue Weg‘ verbindet die maritimen Attraktionen miteinander, während der ‚Grüne Weg‘ an die schönsten Stellen der Stadt führt. Auch der grüne Weg verläuft am Hafenkai entlang, später steuert er dann die ruhigen Parkanlagen und die pulsierende Innenstadt mit ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten an. Die Holstenstraße ist eine der ältesten Fußgängerzonen Deutschlands.
Ganz weit im Norden liegt auf der Halbinsel Dänischer Wohld der Stadtteil Schilksee. Hier fanden die Segelwettbewerbe zu den Olympischen Spielen 1972 statt.

Sehenswertes:
 

Kiellinie (Promenade am Westufer der Kieler Förde)
Historische Altstadt
Rathaus
Opernhaus Kiel
Westflügel vom Kieler Schloss
Schifffahrtsmuseum Fischhalle
Stadtmuseum Warleberger Hof
Antikensammlung
Kunsthalle zu Kiel
Stadtgalerie Kiel
Zoologisches Museum
Aquarium GEOMAR
Norwegenkai, Schwedenkai, Ostseekai
Hörn mit Hörnbrücke und Hörn-Campus
Marinehafen
Marineviertel
Alter Botanischer Garten
Botanischer Garten der Christian-Albrechts-Universität
Tiessenkai mit Kontorhäusern und Leuchtturm Holtenau
Kanalpackhaus Holtenau
Schleusenanlagen des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau
Olympisches Dorf in Schilksee
Steilküste und Leuchtturm in Friedrichsort
Wasserturm in Ravensberg
Medizin- & Pharmaziehistorische Sammlung
Völkerkundemuseum
Industriemuseum Howaldtsche Metallgiesserei
Computermuseum der Fachhochschule Kiel
Geologisches und Mineralogisches Museum
Landesgeschichtliche Sammlung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek
Maschinenmuseum in Wik